Politik

BZÖ kritisiert "Punsch-O-Mobil" der SPÖ

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:22

Das BZÖ, das grundsätzlich das Berufsheer befürwortet, protestiert gegen Pläne der Wiener SPÖ, die im Dezember und Jänner mit einem roten "Punsch-O-Mobil" für das Berufsheer auf Werbetour gehen will.

Das BZÖ, das grundsätzlich das Berufsheer befürwortet, protestiert gegen Pläne der Wiener SPÖ, die im Dezember und Jänner mit einem roten "Punsch-O-Mobil" für das Berufsheer auf Werbetour gehen will. Indes wirft die ÖVP Darabos"unseriöse Zahlenspiele" vor.

"Jetzt will Minister Darabos die Menschen unter Umständen sogar mithilfe von alkoholischen Getränken für sein Profiheer-Modell gewinnen", empörte sich BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland. Beide Regierungsparteien würden sachliche Auskunft bisher verweigern, und nun versuche es der Minister sogar mit einer "hochprozentigen Verschleierungstaktik", so Fauland in einer Pressemitteilung.

ÖVP wirft Darabos "unseriöse Zahlenspiele" vor

Die Berufsheer-Katastrophenschutzpläne von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) finden bei der ÖVP wenig Anklang. Wehrsprecher Oswald Klikovits warf dem Minister "unseriöse Zahlenspiele" vor, die die Sicherheit Österreichs gefährden würden. "Jetzt hat Darabos den Katastrophenschutz entdeckt – und wird in bewährter Weise wieder so lange an den Zahlen drehen, bis das Ergebnis passt", ätzte Klikovits in einer Ausendung.

Darabos´ Rechnung

Laut Darabos stünden von den 15.500 Berufs- und Zeitsoldaten 13.700 sofort für den Katastrophenfall zur Verfügung, heißt es. Von den übrigen 1.800 sind allerdings 1.100 für Auslandseinsätze und 500 als Reserve für das Ausland abzuziehen - blieben also nur noch 200 Personen übrig, die für Verwaltung und den Betrieb im Ministerium und den Militärkommanden zur Verfügung stünden.

Die Luftstreitkräfte beispielsweise, die ja immer für die Sicherung des Luftraums zuständig sind, sind den präsenten Einheiten zuzurechnen, also jenen 13.700 Soldaten, die für Katastrophen einsatzbereit sein sollen. Auch für die Radarüberwachung müsste nach wie vor jemand aufkommen, auch wenn hier laut Ministerium teilweise zivile Kräfte im Einsatz sind. Ob im Fall des Falles also tatsächlich 13.700 Soldaten bereit wären, ist also fraglich.

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