BZÖ Kärnten wollte Sellner an der Parteispitze

Das BZÖ Kärnten wollte offenbar den Identitären-Sprecher Martin Sellner als Spitzenkandidat für die Nationalratswahl gewinnen. Er sagte ab.
"Wir haben uns getroffen und festgestellt, dass wir in sehr vielen Bereichen ähnlich denken", erklärte BZÖ-Generalsekretär Karlheinz Klement dem "Kurier" zum Vorhaben, Martin Sellner zu einer Kandidatur an der Spitze der Kärntner Partei zu überreden. Sellner sei seiner Ansicht nach "eines der größten politischen Talente Österreichs."

Der Sprecher der Identitären Bewegung Österreich lehnte das Angebot ab, will das BZÖ aber unterstützen. "Ich möchte, dass zuerst mein Name reingewaschen wird und die Ermittlungen abgeschlossen sind. Bis dahin werde ich diese patriotische Partei mit meiner Präsenz und Reichweite unterstützen, soweit es mir möglich ist", ließ Sellner wissen.

Gegen den 30-jährigen Wiener wird wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Er hatte eine Spende vom Christchurch-Attentäter erhalten.

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Das BZÖ Kärnten sammelt derzeit Unterstützungserklärungen für einen bundesweiten Antritt bei der Nationalratswahl im September. Die Wiener Partei hat sich mittlerweile aufgelöst. Der Vorstand habe am Donnerstag einstimmig die sofortige Auflösung beschlossen und "alle behördlichen Löschungen" beantragt, wie Landesobmann Dietmar Schwingenschrot die APA wissen ließ.

(ek)

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