Caps-Manager Kalla mit Wutrede gegen die Konkurrenz

Franz Kalla
Franz KallaGepa
Die spusu Vienna Capitals schäumen vor Wut, greifen die Liga-Konkurrenz frontal an und fordern ein der Fußball-Bundesliga ähnliches Lizenzverfahren. 

Capitals-Manager Franz Kalla hatte sich vor allem auf Salzburg eingeschossen. Die Bullen warben zuletzt Ali Wukowitz von den Wienern ab. "Man kann keinem Spieler böse sein, der in so einer Zeit Angebote über mehrjährige Verträge bekommt und das Dreifache von dem verdient, was sie aktuell gekriegt haben", erklärte Kalla. 

Gleichzeitig sei das Vorgehen der Mozartstädter nicht nachvollziehbar. "Salzburg wirbt zu völlig überzogenen Preisen Spieler ab, um uns bewusst zu schädigen. Und das auch im Nachwuchs", polterte der Caps-Manager weiter. 

Neben Salzburg sollte sich auch der VSV angesprochen fühlen. Auch die Villacher warben einen Spieler aus Wien ab. "Da kann man sich nur wundern, weil das genau ein Verein ist, der in jeder Sitzung und jedem Telefonat jammert: Wir haben kein Geld. Genau dieser Verein geht dann her und sagt, er ist der ,Retter der österreichischen Spieler´, wo immer die meisten Ausländer gespielt haben. Es ist paradox", so der Caps-Manager weiter. 

"Vielleicht wissen die schon mehr zum Thema Fans?"

Dabei hatten die Wiener ihrem Leistungsträger Wukowitz auch ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt. "Nicht nur 100 Euro mehr, wir wollten die Leistung honorieren", unterstrich Kalla. Das Vorgehen der Salzburger bezeichnete er allerdings als "destruktiv". "Wie können die solche langjährigen Verträge mit diesen Rahmenbedingungen eingehen? Vielleicht wissen die schon mehr als ich zum Thema Fans", fragte sich Kalla weiter. 

Forderung nach Lizenzierungsverfahren

Da die finanzielle Situation bei einzelnen Eishockey-Vereinen unübersichtlich sei, erneuerte Kalla seine Forderung nach einem Lizenzierungsverfahren, wie es bereits in der Fußball-Bundesliga zum Einsatz kommt. "Wir fordern das schon seit Jahren. Das würde viele Probleme lösen, das würde viele Fragen beantworten. In der DEL ist das längst gang und gäbe", schielte der Caps-Manager nach Deutschland. 

Weiters erhoben die Wiener eine an den Österreichischen Eishockey-Verband gerichtete Forderung: "Ausbildungsentschädigungen wie in der Schweiz, dass Nachwuchsarbeit einen Sinn macht", verlangte der Eishockey-Manager.

Die Caps werden derweil ihrem Weg treu bleiben: "Eigentalente fördern, die Werte und Ziele des Vereins immer im Auge behalten. Aber auch für Fans und Sponsoren eine konkurrenzfähige Mannschaft präsentieren", schloss Kalla. 

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