Caracas ist gefährlichste Stadt der Welt

Die südamerikanische Metropole Caracas weist mit fast 120 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern die höchste Mordrate außerhalb von Kriegsgebieten auf. Laut neuster Statistik der mexikanischen Nichtregierungsorganisation "Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafrecht" ist Caracas der gefährlichste Ort der Welt.
Die südamerikanische Metropole Caracas weist mit fast 120 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern die höchste Mordrate außerhalb von Kriegsgebieten auf. Laut neuster Statistik der mexikanischen Nichtregierungsorganisation "Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafrecht" ist Caracas der gefährlichste Ort der Welt.

Venezuela ist laut UN-Informationen das einzige Land, in dem die Mordrate seit 1995 immer weiter in die Höhe geschnellt ist. Die Aufklärungsrate ist im Gegensatz dazu verschwindend klein – sie liegt bei unter zehn Prozent. Im Jahr 2010 etwa wurden auf hundert Mordfälle nur neun Personen verhaftet. 91 Tätern wurde nie etwas nachgewiesen.

Offizielle Statistiken gibt es in Venezuela schon lange nicht mehr. Die Politik versucht, das Thema so gut wie möglich unter den Teppich zu kehren und verspricht immer wieder Änderungen und Verbesserungen. Der 2013 verstorbene Revolutionsführer Hugo Chávez trägt laut eine "moralische Mitverantwortung für die wachsende Kriminalität".

Getrieben von der Panik einer amerikanischen Invasion ließ er sozialistische Milizen in den Slums von Venezuela mit Waffen ausrüsten. Doch die Amis kamen nicht. Stattdessen hatten die Banden sich ein Waffen-Arsenal angeschafft – und nutzen ihre militärische Macht jetzt für ihre eigenen Zwecke.
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