Caritas-Chef Landau für Abschiebung nach Afghanistan

Caritas-Präsident Michael Landau fand im ORF klare Worten zum Fall Leonie (13): "Für Gewalt gegen Frauen darf in unserem Land kein Platz sein".

Der Tod Leonies, die mutmaßlich von afghanischen Asylwerbern unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurde, schockte das ganze Land. Auch jene unter uns, die sich sonst für Flüchtlinge stark machen, sind fassungslos. Er sei "traurig, wütend, sprachlos", schilderte Caritas-Präsident Michael Landau am Sonntag in der ORF "Pressestunde": "Für Gewalt gegen Frauen darf in unserem Land kein Platz sein".

Bestrafen

Zwar dürfe es keinen Generalverdacht gegen Afghanen geben, dennoch sei klar, dass diese jungen Männern von einem "schwierigen, patriarchalischen Gesellschaftsbild" geprägt seien. Sollten die mutmaßlichen Tatverdächtigen im Fall Leonie schuldig gesprochen werden, erwarte sich Landau eine Strafe nach aller Härte des Gesetzes.

Abschieben

Der Caritas-Präsident erklärte auch: Wer in Österreich mit dem Gesetz in Konflikt gerate, oder ein "Sicherheitsrisiko" sei, der habe sein Recht auf Schutz verwirkt. Auch Abschiebungen in das Krisenland Afghanistan sind in seinen Augen möglich – weil das Innenministerium das sowieso im Einzelfall prüfen müsse.

Lernen

Jetzt aus gegebenem Anlass die Aslygesetze zu verändern, hält Landau für den falschen Weg. Diese seien in den vergangenen Jahrzehnten ohnehin ständig verschärft worden.

Stattdessen fordert der Geistliche, dass sich die zuständigen Ämter und Ministerien gemeinsam fragen: "Was lernen wir denn daraus". So müsste etwa bei einem Rückstau der Beschwerdeanträge im Bundesverwaltungsgericht die dortige Personaldecke erhöht werden.

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