Ein Fehler in der letzten Wasserrechnung hat tragische Folgen: Als die 88-jährige Caterina Giovinazzo aus Camporosso eine Rechnung über 15.339,94 Euro bekommt, kollabiert sie. Seither liegt die Rentnerin auf der Intensivstation des Spitals von Sanremo, einer Stadt am Mittelmeer unweit der Grenze zu Frankreich.
Doch als die Familie sich beim Unternehmen wegen des hohen Betrags erkundigte, stellte sich heraus, dass die Frau für den tatsächlichen Wasserverbrauch eine Rechnung in Höhe von insgesamt 55 Euro hätte erhalten sollen.
Wie ein Bruder der Frau dem italienischen Sender RAI erzählte, habe Caterina nach Erhalt der Rechnung einen Herzinfarkt erlitten. Ihr Zustand sei kritisch, sagte Rocco Giovinazzo. Es sei ihre Schwiegertochter gewesen, die ihr den Betrag auf der Rechnung vorgelesen habe. Demnach soll die Rentnerin sage und schreibe 4.182 Kubikmeter Wasser zwischen August und Oktober verbraucht haben. Das wären also 4.182.000 Liter Wasser gewesen. Zum Vergleich: Ein zwei Meter tiefes olympisches Schwimmbecken fasst 2.500.000 Liter Wasser.
Rocco Giovinazzo meldete den Sachverhalt beim Versorgungsunternehmen Iren. "Der Mitarbeiter verglich die Daten und stellte fest, dass die Angaben auf der Rechnung nicht übereinstimmten." Caterina bezahlt 65 Euro im Durchschnitt für ihren Wasserkonsum. Der Mitarbeiter ließ den Zähler von Familie Giovinazzo überprüfen – da wurde rasch klar, dass es einen Fehler bei der Ablesung des Zählers gegeben hatte.
Die Familie hat bereits 7.669 Euro an das Unternehmen ausgezahlt. Der Betrag wird den Giovinazzos nun rückerstattet. Die neue Rechnung ist unterwegs.