Es ist der Moment, auf den Millionen Fans weltweit gewartet haben: Am Samstagabend betrat Céline Dion (58) in der ausverkauften Plenitude Arena bei Paris erstmals seit sechs Jahren wieder eine Konzertbühne. Und die kanadische Sängerin hielt ihr Versprechen - trotz ihrer schweren Erkrankung.
Zum Auftakt sang die 58-Jährige "On ne change pas" (auf Deutsch: Man ändert sich nicht). Danach kämpfte sie sichtlich mit den Tränen. "Ich hatte mir versprochen, nicht zu weinen", sagte Dion zu ihren Fans. Doch dieses Versprechen konnte sie nicht halten.
"Ich bin das, was ich bin, weil ihr mich liebt", rief Dion ins Publikum, schreibt Bild.de. Fast zweieinhalb Stunden stand sie auf der Bühne, wechselte sechsmal ihr Outfit und verwandelte die riesige Arena zeitweise in ein Opernhaus.
Dion leidet am Stiff-Person-Syndrom, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die Muskelversteifungen und Krämpfe verursacht. 2020 hatte sie ihr letztes vollständiges Konzert gegeben, 2023 musste sie ihre Tournee absagen. Bei der Olympia-Eröffnung 2024 bewies sie mit einem Lied auf dem Eiffelturm, dass ihre Stimme noch da ist.
Mit mehr als 200 Millionen verkauften Alben zählt Dion zu den erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre größten Hits: "My Heart Will Go On" und "I'm Alive". Auch aus Österreich und Deutschland reisten Fans an, um das Comeback mitzuerleben.
Das Pariser Konzert ist erst der Anfang: 25 weitere Auftritte folgen bis Mai 2027. Für die 58-Jährige ist es nicht nur eine Rückkehr auf die Bühne - es ist ein Triumph über die Grenzen, die ihr die Krankheit gesetzt hat.