Ein Drohnenangriff auf den Flughafen Dubai hat am Montag massive Störungen im Flugverkehr ausgelöst. Etwa 30 Emirates-Flüge mussten umkehren oder wurden umgeleitet, weil der verkehrsreichste Airport am Persischen Golf seinen Betrieb zeitweise einstellen musste.
Besonders bitter für die Passagiere: Eine Maschine von London Gatwick legte über 9.100 Kilometer zurück – nur um am Ende wieder am Ausgangsflughafen zu landen. Statt in Dubai aufzuwachen, fanden sich die Reisenden nach elfeinhalb Stunden wieder in London.
Wie n-tv.de unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, gingen die Bilder der sogenannten "Flüge ins Nirgendwo" in den sozialen Medien viral. Passagiere zeigten Flugkarten, die zeigten, wie ihre Maschinen über Saudi-Arabien oder über dem Arabischen Meer plötzlich umdrehten.
Die U-Turns reihen sich in zahlreiche Störungen des Luftverkehrs seit Beginn des US-amerikanisch-israelischen Konflikts mit dem Iran am 28. Februar ein. Der Iran nimmt dabei immer wieder Ziele in den Golfstaaten unter Beschuss.
Die Auswirkungen sind dramatisch: Insgesamt wurden bis Mitte März rund 30.000 Flüge von und zu Flughäfen im Nahen Osten gestrichen. Bei Emirates entspricht das 54 Prozent des Flugplans, bei Qatar Airways sogar 93 Prozent und bei Etihad 79 Prozent.
Auch am Dienstag sperrten die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum erneut. Für Reisende heißt das: Wer in die Golf-Region fliegt, muss weiterhin mit kurzfristigen Änderungen und Umleitungen rechnen.