Chaos in Idomeni - Zahl der Flüchtlinge nimmt ab

Am Donnerstag stellten NGOs mit sofortiger Wirkung ihre Tätigkeit in den Flüchtlingscamps in Griechenland ein. Die Zustände in den Camps werden immer chaotischer. Der Zustrom an Flüchtlingen indes versiegt.

Am Donnerstag stellten Die Zustände in den Camps werden immer chaotischer. Der Zustrom an Flüchtlingen indes versiegt.

Mit dem neuen Abkommen zwischen der Türkei und der EU verschärft sich die Situation für Flüchtlinge in Griechenland, sowohl auf den Inseln als auch in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien. In Idomeni harren 12.000 bis 13.000 Menschen aus, einige traten in Hungerstreik.
"Ich fürchte, es könnte zu einer Explosion kommen", sagte eine Sprecherin des Rotes Kreuzes. "Einige Migranten, überwiegend junge Leute, blockieren Straßen und wir können unsere humanitäre Hilfe nur unter schwierigsten Bedingungen verteilen." Die Menschen sitzen seit Tagen und Wochen fest, sie wollen nach Mitteleuropa weiterfahren und protestieren gegen die Schließung der Grenze zu Mazedonien, der ersten Station auf der Balkanroute Richtung Norden.

Viele sind mit den Nerven am Ende, einige begannen damit, Mitarbeiter humanitärer Organisationen zu bedrohen, wie der Sprecher der Organisation Ärzte ohne Grenzen sagte: "Wir mussten unsere Mitarbeiter abziehen. Heute werden wir versuchen, wieder ins Camp zu gehen."
Weniger Flüchtlinge

Der Zustrom von Migranten und Flüchtlingen aus der Türki nach Griechenland hat deutlich abgenommen. In den vergangenen 24 Stunden sind nur 161 Menschen von der türkischen Küste aus zu den griechischen Inseln in der östlichen Ägäis übergesetzt. Das sagte der Sprecher des griechischen Stabes für die Flüchtlingskrise, Kyritsis,im TV. Am Donnerstag waren - vermutlich wegen Sturms - erstmals überhaupt keine Flüchtlinge gekommen.
Die griechischen Behörden bereiten bereits die Räumung des Camps in Idomeni vor. Dies sei die einzige Möglichkeit, um die humanitäre Lage der Flüchtlinge zu verbessern, hieß es.

 

Syrien-Gespräche im April fortgesetzt 

Die Genfer Gespräche zur Beendigung des Kriegs in Syrien sollen nach einer Denkpause möglichst ab dem 9. April fortgesetzt werden und sich dann auf den angestrebten politischen Übergangsprozess konzentrieren.

Das erklärte der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, heute in Genf. Die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, appellierten an die Konfliktparteien, sich zu direkten Verhandlungen zu treffen.

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