Barcelona brennt, viele Verletzte bei Protesten

Seit der Verhängung von langjährigen Haftstrafen über die Anführer der katalonischen Unabhängigkeitsbewegung kommt es in mehreren Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen.
Neun der zwölf Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung wurden in Spanien zu langen Haftstrafen verurteilt. So muss etwa Oriol Junqueras, der ehemalige Vizepräsident Kataloniens, wegen Aufruhr für 13 Jahre ins Gefängnis.

Seither kommt es in Barcelona und anderen Städten der Krisenregion zu Massenprotesten und teils gewalttätigen Ausschreitungen. Am Montag eskalierte eine Demo vor dem Flughafen Barcelona, 75 Menschen wurden dabei verletzt. Dienstagabend kam es erneut zu Straßenschlachten mit der Polizei.

Autobahn und Gleise blockiert

40.000 Menschen hätten sich vor der Vertretung der spanischen Zentralregierung versammelt. Dabei seien in der Menge auch Feuer und Knallkörper entzündet worden, woraufhin die Polizei die Kundgebung brutal auflöste. Mit Schlagstöcken bahnten sich die Beamten einen Weg zu den Randalierern, schlugen dabei auf Demonstranten ein. Mehr als 70 Menschen mussten Medienberichten zufolge daraufhin ärztlich behandelt werden.

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Wie die "Welt" berichtet, kam es auch in anderen Städten zu Zwischenfällen. Separatisten hätten Straßen, darunter auch Teile der Autobahn Richtung Frankreich blockiert und auf Bahngleisen Reifenstapel angezündet.

Die spanische Zentralregierung verurteilt die Gewaltausbrüche scharf und pocht auf Einigkeit des Landes. Eine "Minderheit" sorge für Chaos auf den Straßen. Da es sich nicht um friedliche Bürgerbewegung handle, werde man mit entsprechenden Maßnahmen dagegen vorgehen.

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