Bei brütenden Temperaturen von 35,8 Grad – dem heißesten Junitag in der Geschichte Großbritanniens – absolvierte König Charles III. (77) am Mittwoch einen Empfang im Rahmen der London Climate Week. Während der Schweiß über sein Gesicht lief, stand ein Mitarbeiter neben ihm und kühlte ihn mit einem kleinen batteriebetriebenen Ventilator.
Das sorgte für Kritik: Die spanische Protokollexpertin Maria Jose Gomez meinte, das Bild sei "nicht das passendste, um das öffentliche Bild der Monarchie zu stärken". Der Service wirke dekadent und blende die Lebensumstände des Volkes aus.
Doch wie bunte.de berichtet, sieht man das dort ganz anders: Der 77-jährige Monarch hätte den Termin auch absagen können – wie es etwa Königin Maxima und Willem-Alexander bereits getan haben. Stattdessen erschien Charles trotz seines Alters und seiner Krebserkrankung pflichtbewusst zum Event.
Als der Ventilator neben ihm auftauchte, drehte sich Charles lachend zu seinem Assistenten um. Das erste Gesprächsthema für seine Gäste war damit gleich gefunden. Der König zeigte sich gelassen und zu Scherzen aufgelegt – ganz im Sinne seiner neuen, nahbaren Monarchie.
Dass ein Mitarbeiter den Ventilator hielt, hatte praktische Gründe: Hätte Charles ihn selbst gehalten, wäre das Händeschütteln mit seinen Gästen schwierig geworden. Ohne Hilfsmittel wäre der Termin womöglich sogar gesundheitsgefährdend gewesen.
Der Empfang im St. James Palace drehte sich um den Kampf gegen Super-Schadstoffe wie Methan. Energieminister Ed Miliband verwies in seiner Rede auf eine bereitstehende Krankenschwester und warnte eindringlich: Wenn die Menschheit nicht handle, könnte dieser Sommer der kühlste der kommenden Jahre sein.