Eine gefährliche Schwachstelle bei ChatGPT ermöglichte es Angreifern, fremde Nutzerdaten auszulesen. Ein einziger präparierter Link reichte aus, um Zugang zu privaten Chats und Konten zu erlangen.
Das Aufrufen einer manipulierten Konversation führte dazu, dass fremder Schadcode innerhalb der aktiven Nutzersitzung ausgeführt werden konnte. Die Sicherheitsforscher konnten über interne Schnittstellen unveröffentlichte Unterhaltungen auslesen.
"Im Grunde konnten wir jede beliebige Aktion im Namen des ChatGPT-Kontos des Opfers ausführen", heißt es in der Veröffentlichung der Forscher, wie chip.de unter Berufung auf The Hacker News berichtet. Die Tests wurden ausschließlich in einer kontrollierten Umgebung durchgeführt.
Die Ursache für die Schwachstelle lag in der fehlerhaften Verarbeitung von Browser-Nachrichten in einer mathematischen Bibliothek des Dienstes. Dadurch ließ sich die Absicherung der Webanwendung umgehen und Schadcode über eine vertrauenswürdige Schnittstelle einschleusen.
OpenAI behob den Fehler innerhalb von acht Tagen auf den eigenen Servern. Nutzer des KI-Dienstes müssen daher keine eigenen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen - die Lücke ist bereits geschlossen.