Nach Kündigung

Chef verprügelt betrunkenen Mitarbeiter mit Schlagstock

Ihre Geschäftsbeziehung endete erst blutig, dann vor Gericht. Ein Steirer Manager attackierte einen Angestellten, der seinen Jobverlust nicht hinnahm.

Österreich Heute
Chef verprügelt betrunkenen Mitarbeiter mit Schlagstock
Ein steirischer Manager soll seinen gekündigten Mitarbeiter mit einem Schlagstock attackiert haben.
Google Maps, iStock (Symbol)

Die beiden Männer hatten wohl bereits ein zerrüttetes Arbeitsverhältnis, bevor die Situation in Fürstenfeld (Stmk.) endgültig eskalierte. Ein Firmenchef hatte seinem Mitarbeiter gekündigt, was dieser offenbar nicht akzeptieren wollte. Nach dem Jobverlust betrank er sich und geriet mit seinem Vorgesetzten in einen heftigen Streit. Der Manager verlor die Kontrolle und schlug seinen scheidenden Angestellten mit einem Schlagstock zusammen.

Der steirische Chef musste sich Anfang der Woche am Bezirksgericht Fürstenfeld (Stmk.) wegen des Angriffs verantworten. Am Tatort wurden Blutspuren gefunden. Bilder und Zeugenaussagen der Nachbarn belasten den Angeklagten außerdem stark. Statt Reue zu zeigen, versuchte der Vorgesetzte jedoch vor Gericht, seine Prügel zu rechtfertigen.

Opfer hatte 1,3 Promille

"Er hatte 1,3 Promille", schilderte der Angeklagte den Zustand seines Angestellten beim Prozess. Für Richter Günther Walchshofer war das dennoch kein Grund für den Gewaltexzess: "Deswegen können Sie ihn aber nicht zusammenschlagen. Wenn man in Österreich jeden Betrunkenen zusammengeschlagen würde...", antwortete er laut "Kleiner Zeitung".

Der Angeklagte argumentierte, er hätte seinen Mitarbeiter kündigen müssen. Danach sei der Geschasste "sehr aggressiv" geworden. "Während des Gesprächs hat er mich um ein 20 bis 30 Zentimeter langes Rohr gebeten", wollte der Firmenchef ein bedrohliches Szenario zeichnen. Danach hätte der Angeklagte seinen stark betrunkenen Angestellten gebeten, nicht mehr mit dem Auto zu fahren, sondern lieber auf dem Firmengelände zu übernachten.

Der Manager zeigte sich beim Prozess nicht einsichtig. Weil er unbescholten war, kam er mit einer Diversion davon: Nach der Schlagstock-Attacke muss er seinem gekündigten Mitarbeiter 900 Euro Buße zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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    red
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