Aus der ganzen Welt erreichen uns immer wieder tragische Schicksale - verursacht durch das Coronavirus. Ein Foto gibt jedoch Hoffnung: Ein Arzt im Schutzanzug hält auf einer Corona-Intensivstation einen älteren Patienten tröstend im Arm.
Diese Szene im United Memorial Medical Center in Houston im US-Bundesstaat Texas hatte ein Fotograf der Agentur Getty Images Ende November mit der Kamera festgehalten - und zeigt: Auch die Leute in Schutzanzügen haben ein Herz. Seitdem ging das Foto mit dem Chefarzt Joseph Varon um die Welt.
Varon sagte dem US-Fernsehsender CNN, er habe bereits 252 Tage in Folge gearbeitet, als er am US-Feiertag Thanksgiving den Patienten sah. Der Mann versuchte, aus seinem Bett zu kommen. "Ich will bei meiner Frau sein", sagte der ältere Herr weinend, erinnerte sich Varon. Das habe ihm sehr leid getan: "Ich habe mich sehr traurig gefühlt, so wie er."
Vielen Patienten mache die Isolation auf den Corona-Intensivstationen zu schaffen. "Sie sind in einem Zimmer, in das Leute nur in Raumanzügen kommen“, erklärte der Arzt. "Einige Patienten versuchen zu fliehen. Letztens hat jemand versucht, sich aus dem Fenster davon zu machen." Varon mahnte die US-Bevölkerung, die Hygieneregeln einzuhalten: "Leute sind draußen in Bars, Restaurants, Einkaufszentren. Es ist verrückt. Die Leute hören nicht zu und enden dann auf meiner Intensivstation."