Einem Erlass der chinesischen Sport-Behörde zufolge sollen Fußballer, die für den chinesischen Verband auflaufen, nicht mehr tätowiert sein. Chinesische Werte sollen nach dem Willen der Machthaber in den Vordergrund gestellt werden. Deswegen seien Tattoos nun tabu.
Den neuen Restriktionen zufolge ist es den Fußballern nun "strikt verboten", sich ein Tattoo stechen zu lassen. Dies gelte umso mehr für Nachwuchsspieler. So ist es etwa den U20-Nationaltrainern nicht erlaubt, tätowierte Spieler einzuberufen. Die Fußball-Talente sollen "ein positives Beispiel für die Gesellschaft" abgeben.
Noch härter trifft es derweil chinesischen Teamkicker wie Xin Xu oder Linpeng Zhang. Denn bereits tätowierte Fußballer sollen sich die Tattoos nach dem Willen der Regierung entfernen lassen. Vor allem für Zhang eine aufwendige Angelegenheit, zieren doch Tattoos an beiden Armen, am Bein und am Hals den Körper des 32-Jährigen, der auch deshalb immer wieder mit Sergio Ramos verglichen wird. Xu hat eine Körperbemalung am Arm. Auch weitere chinesische Teamspieler müssen sich nun ihre Tattoos entfernen lassen.
Tattoo-Restriktionen gelten in China bereits seit 2018. Diese wurden allerdings weniger streng ausgelegt. Erlaubt waren nicht sichtbare Tattoos. Oftmals wurden die Körperbemalungen auch mit Verbänden verdeckt. Dies soll nun ein Ende haben...