Strom-Revolution am Dach

China knackt Solarzellen-Weltrekord mit 35,5 %

Der chinesische Konzern LONGi hat eine neue Tandem-Solarzelle entwickelt, die deutlich mehr Strom erzeugt als herkömmliche Module.
Technik Heute
14.09.2026, 15:07
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Wer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, weiß: Jeder Prozentpunkt mehr Wirkungsgrad zählt. Denn je effizienter die Zellen arbeiten, desto mehr Strom holt man aus der gleichen Fläche. Genau hier setzt die neue Solarzelle an.

Der chinesische Solarkonzern LONGi hat einen neuen Rekord für Silizium-Perowskit-Tandemzellen gemeldet. Die Zelle wandelt beachtliche 35,5 Prozent des einfallenden Lichts in Strom um. Zum Vergleich: Herkömmliche Siliziumzellen schaffen maximal rund 29,4 Prozent.

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Das Geheimnis liegt in einer zusätzlichen Schicht, wie chip.de berichtet. Über der klassischen Siliziumzelle liegt eine hauchdünne Perowskit-Schicht von nur 500 Nanometern. Sie fängt vor allem die energiereichen Teile des Sonnenlichts ein. Was sie nicht verwerten kann, gelangt zur darunterliegenden Siliziumschicht.

Wann kommt die Super-Zelle aufs Dach?

Bis die neuen Module auf österreichischen Dächern landen, wird es aber noch dauern. Denn der Rekordwert von 35,5 Prozent gilt nur für die Zelle unter Testbedingungen. In einem fertigen Modul entstehen zusätzliche Verluste.

LONGi meldet für größere, industrienahe Zellenformate immerhin noch 24,8 Prozent Wirkungsgrad. Das ist bereits deutlich besser als bei aktuellen Standardmodulen. Wann Hausbesitzer entsprechende Solarmodule kaufen können, lässt der Konzern allerdings offen.

Die Langlebigkeit bleibt vorerst das große Fragezeichen: Perowskit-Schichten reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, Hitze und UV-Strahlung. Ein Solarmodul muss auf dem Dach aber 20 bis 30 Jahre durchhalten. Auch das deutsche Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme arbeitet daran, die neue Technologie aus dem Labor auf gängige Industrieformate zu übertragen.

tec,14.09.2026, 15:07