Kern: Österreich kippt zum "Orbanismus"

SPÖ-Chef und Ex-Bundeskanzler Christian Kern übt scharfe Kritik an der türkis-blauen Bundesregierung. Sie führe das Land "in die falsche Richtung".
Im Vorfeld zu den Feierlichkeiten zum 1. Mai lässt SPÖ-Chef und Ex-Bundeskanzler Christian Kern kein gutes Haar an den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ .

"Die Bundesregierung führt Österreich in die falsche Richtung", so Kern im Interview mit der APA. Er kritisierte Geschenke an Großunternehmen und das Kippen auf die Seite des "Orbanismus".

Bei den Feierlichkeiten zum 1. Mai will er "eine klare Perspektive zeichnen, wofür wir stehen und wie die politische Alternative der Sozialdemokratie für eine gerechtere und ausgeglichenere Welt aussieht".

Die geplanten Einsparungen bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) sei ein Geschenk an Unternehmen, die damit weniger Versicherungsbeiträge bezahlen müssten. Das Geld werde im Gesundheitssystem "bitter fehlen", so Kern.

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Laut Kern gebe es in der FPÖ eine "echte Machtübernahme der deutschnationalen Burschenschafter". Angriffe auf den amerikanischen Milliardär George Soros seien antisemitische Codes. Ebenso der Vergleich des "Brunnenvergifters", den FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache in der letzten "Ö1 Klartext"-Diskussion brachte.

"Diese Partei gleitet zunehmend ab und übernimmt eins zu eins die Politik der ÖVP, dafür dass sie ein paar Jobs mit deutschnationalen Burschenschaftern besetzen dürfen", so Kern. Anders als früher könne er jetzt sozialpolitisch keine Parallelen zwischen SPÖ und FPÖ mehr finden.

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(red)

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