EU-Spitzenkandidat Kern für Strache "bizarr"

Der FPÖ-Chef wirft dem SPÖ-Vorsitzenden Christian Kern nach der Ankündigung des Rücktritts auf Raten allerlei "Nettigkeiten" hinterher.
"Nicht einmal beim Rücktritt, [sic] schafft SP-Kern einen guten Abgang", schrieb Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf Facebook, nachdem der SPÖ-Vorsitzende Christian Kern am Dienstagabend seinen Rückzug von der Parteispitze bekannt gegeben hatte.

Wie berichtet, will er als EU-Spitzenkandidat für die SPÖ ins Rennen gehen und "spätestens" am 26. Mai 2019, also nach der EU-Wahl, als Parteichef zurücktreten. Die Kandidatur ist für Strache eine "bizarre Überraschung".

Wette gewonnen

Der FPÖ-Vorsitzende freut sich außerdem über eine gewonnene Wette. Kern hatte im Nationalratswahlkampf 2017 um "eine gute Flasche Rotwein" gewettet, dass er noch länger Parteichef sei als Strache – in Anspielung auf die Parteispaltung der FPÖ in der ersten schwarz-blauen Regierung.

Das EU-Parlament müsse "als Versorgungsposten für gescheiterte rote Politiker herhalten", trat Strache nach. "Kern flüchtet nach Brüssel, um sich dort noch eine letzte Gage zu sichern."

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Kogler lobt

Nettere Worte fand indes Grünen-Bundessprecher Werner Kogler. "Der zu diesem Zeitpunkt überraschende Rücktritt von Christian Kern als SPÖ-Chef verheißt nichts Gutes", hieß es in einer Aussendung. "Ich habe großen Respekt vor Christian Kern und seiner politischen Haltung und bedaure den Rücktritt. Österreich kommt ein aufrichtiger Politiker mit kompetentem Auftreten abhanden."



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(red)

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