Christian Kern will Kanzler der Herzen sein

Am Donnerstag um 10.20 Uhr trat Christian Kern im Nationalrat erstmals ans Mikrofon der Regierungsbank - begleitet vom Applaus der Abgeordneten. Auch seine Rede wurde mehrmals von Beifall unterbrochen. Noch-Bundespräsident Fischer ließ sich Kerns Premiere nicht entgehen.

Am Donnerstag um 10.20 Uhr trat im Nationalrat erstmals ans Mikrofon der Regierungsbank – begleitet vom Applaus der Abgeordneten. Auch seine Rede wurde mehrmals von Beifall unterbrochen. Noch-Bundespräsident Fischer ließ sich Kerns Premiere nicht entgehen.

Auch die Ex-Regierungsmitglieder Heinisch, Klug und Steßl verfolgten – mit mehr oder weniger erfreuten Mienen – die Rede von ihren Abgeordnetenplätzen aus. Im Anschluss sicherte Vizekanzler Mitterlehner gute Zusammenarbeit zu: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne."

"Wer 2016 keine Visionen hat, braucht einen Arzt"

23 Minuten lang erörterte Christian Kern seine Polit-Vorstellung. Der neue Kanzler über:

Zuspruch: "Meine Frau hat mir heute beim Frühstück gezeigt, dass allein die Übertragung der Pressekonferenz vom Dienstag auf Facebook fast eine Million Menschen geliked haben. Das waren nicht nur meine Familienmitglieder und die Freunde von den ÖBB."
Einsatz: "Wir werden mit jeder Faser unseres Wollens, mit unserer gesamten Leidenschaft und mit jeder Minute unseres Denkens versuchen, die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen."
Politische Inhalte: "Politik wird vielfach als eine Art Hunderennen wahrgenommen. Da geht’s darum: Wer hat gewonnen? Der politische Inhalt ist zu oft verloren gegangen, durch taktischen Opportunismus ersetzt worden."
Positionen: "Menschen brennen nicht für Kompromisse, sondern für Grundsätze und Haltungen."
Visionen: "Im Jahr 2016 braucht derjenige, der keine Visionen hat, tatsächlich einen Arzt."
Populismus: "Wir wollen die Köpfe und Herzen nicht dem billigen Populismus überlassen. Ab heute läuft der Countdown um die Herzen und Menschen in unserem Land."
Flüchtlinge: "Dieses Politikfeld ist das ungeeignetste, um mit Symbolpolitik zu agieren."
Wirtschaft: "Jobs, Jobs, Jobs ist eine wichtige Formel. Für uns ist mindestens ebenso wichtig, dass daraus Jobs resultieren, von denen die Menschen in unserem Land tatsächlich leben können."
iPhone: "Steve Jobs war ein genialer Unternehmer. Aber er hat alles, was diesem Telefon zu verdanken ist, dem Umstand zu verdanken, dass es von staatlichen Stellen gefördert und mitentwickelt worden ist."
Globalisierung: "Wollen wir warten, bis die Entwicklungen wie eine Dampfwalze auf uns zukommen, oder Voraussetzungen schaffen, damit Österreich erfolgreich agieren kann?"
Bildungspolitik: "Das wird in Zukunft die beste Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sein."

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