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Chronische Erkrankungen als Sex-Killer

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:15

Bis zu 80 Prozent aller chronisch-kranken Menschen leiden gleichzeitig an Sexualfunktionsstörungen, die entweder durch die Erkrankung selbst oder durch Medikamente oder andere medizinische Interventionen ausgelöst werden können.

54,4 Prozent aller Diabetiker, 63 Prozent aller Personen mit Adipositas, 41 Prozent der Bluthochdruck-Patienten, 51 Prozent aller Kranken mit Fettstoffwechselstörungen und 71 Prozent der von Krebs Betroffenen leiden an einer Sexualfunktionsstörung.

Sexuell aktive Menschen leben länger

Eine vorliegende Sexualfunktionsstörung kann selbst aber auch Anzeichen für ein seelisches oder körperliches Leiden sein. In rund 80 Prozent dieser Fälle könnte den Betroffenen auf rein medizinischer Ebene geholfen werden: Zum Beispiel durch optimale Blutdruck-, Blutzucker- und Fettstoffwechseleinstellung, Therapie einer vorhandenen Schilddrüsenfunktionsstörung oder anderen hormonellen Störung, "sexualfunktionserhaltende Physiotherapie", adäquate Schmerztherapie, richtige Begleitmaßnahmen bei Bestrahlung und Chemotherapie oder die Umstellung auf ein  "sexualneutrales Antidepressivum".

Generell gilt: Gesundes Essen, Sport, viel Schlaf und weniger Stress sind ganz essenziell für guten Sex. Ein funktionierendes, erfülltes Sexualleben hat vice versa positive Gesundheitseffekte: Sexuell aktive Menschen sind gesünder, leben länger und bleiben auch länger arbeitsfähig. Daher ist die sexuelle Gesundheit auch seit 2006 in den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO verankert und betrifft alle medizinischen Disziplinen.

Zu dem Thema findet Ende kommender Woche (6. und 7. Dezember) an der statt.

Infos und Anmeldung (Plätze sind noch frei): www.sexualmedizin.or.at  oder telefonisch unter 0699/18 33 20 38.

 

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