Am Sonntagabend saß Collien Fernandes (44) im Studio von Caren Miosga (56). Es war ihr erster großer TV-Auftritt, seit sie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) öffentlich gemacht hatte.
Seit Jahren setzt sich Fernandes gegen digitale sexualisierte Gewalt ein. Sie wirft Ulmen digitale und körperliche Gewalt vor. Der Schauspieler soll im Namen seiner Ex-Frau mit gefälschten Internet-Accounts mit Männern geflirtet und sogar Telefonsex gehabt haben. Darüber hinaus soll er auch pronografische Videos und Fotos der 44-Jährigen gefälscht haben und unter anderem mit Personen aus ihrem beruflichen Umfeld geteilt haben.
Laut "Bild.de" forderte Fernandes in der Sendung härtere Strafen für Täter und ein konsequenteres Durchgreifen von Justiz und Politik. "Das finde ich wichtig, dass man den Tätern einfach ganz klar zeigt: Das geht so nicht."
In Deutschland wurden vergangene Woche die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Itzehoe in der Sache wieder aufgenommen. Ulmens Anwalt weist die zentralen Vorwürfe entschieden zurück und spricht von "unwahren Tatsachen". Vor allem der Verdacht, sein Mandant habe Deepfake-Pornos erstellt oder verbreitet, sei falsch. Es gelte die Unschuldsvermutung.
Fernandes betonte bei Miosga: "Von digitaler Gewalt sind in erster Linie Frauen betroffen, die Täter sind eben tatsächlich meistens männlich. Es kann ja nichts passieren, wenn die Frauen nicht den Mund aufmachen."
Die Moderatorin kritisierte auch die deutsche Justiz und verwies auf Spanien, wo es weitaus härtere Strafen für digitale Gewalt gebe. Sie machte sich für präzisere Gesetze stark, die Frauen vor digitalem Missbrauch besser schützen sollen.