Contact Tracing am Ende: Nur wenige Infektionen geklärt

Die Kontaktverfolgung nach einer Corona-Infektion gestaltet sich zunehmend schwieriger.
Die Kontaktverfolgung nach einer Corona-Infektion gestaltet sich zunehmend schwieriger.TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com
Immer weniger Corona-Infektionen lassen sich in Österreich nachverfolgen. Laut AGES können nur noch 27,5 Prozent der Fälle geklärt werden.

Nachdem die Corona-Neuinfektionen in Österreich vor dem Lockdown massiv in die Höhe stiegen, wurde es auch für das Contact Tracing immer schwieriger. Der Anzahl der geklärten Ansteckungen geht seit Wochen kontinuierlich zurück. Bezogen auf ganz Österreich – mit Ausnahme von Wien – wurde in der vergangenen Woche (22. bis 28. November) mit einem Anteil von 27,5 Prozent ein bisheriger Tiefstand erreicht, wie Daten der AGES zeigen.

Mitte Oktober noch mehr als die Hälfte der Fälle nachvollziehbar

Mitte Oktober ließ sich noch bei deutlich mehr als der Hälfte der Fälle die Infektionsquelle eruieren. Für ein zielführendes Contact-Tracing wäre zumindest eine Erfolgsquote zwischen 60 und 70 Prozent wünschenswert. 

Meiste Ansteckungen im privaten Haushalt

Nach wie vor geschehen die meisten Ansteckungen im privaten Haushalt. Von den geklärten Fällen ließen sich 87,3 Prozent diesem Setting zuordnen, in Wien waren es sogar 90,3 Prozent.

Im Bildungsbereich wurden 6,7 Prozent der Infektionen registriert. Der Sektor Arbeit trug lediglich mit 0,8 Prozent zum Infektionsgeschehen bei, der Bereich Freizeit dagegen – trotz Lockdowns – mit 2,8 Prozent.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Coronavirus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen