Nach dem 3:2-Triumph gegen England-Krösus Manchester City ist Tottenham wieder in der harten Realität angelangt. Am Mittwoch verliert der Londoner Top-Klub bei Nachzügler Burnley mit 0:1 und erlebt damit einen herben Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Ränge.
Nur vier Tage nach dem vermeintlichen Befreiungsschlag im Etihad Stadium deutet sich ein plötzliches Ende der noch jungen Ära von Starcoach Antonio Conte an. Nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Premier-League-Spielen platzt dem Italiener der Kragen. Auf der Pressekonferenz schmeißt der Inter-Mailand-Meistertrainer die Nerven weg.
Conte schockiert: "Ich muss mit dem Klub sprechen. Ich bin zu ehrlich, um meine Augen davor zu verschließen, so weiterzumachen und mein Gehalt einzustecken. Ich bin offen für jede Entscheidung. Vier Niederlagen in fünf Spielen. Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass mir so etwas passiert. Das ist nicht akzeptabel."
Der Trainer gibt sich selbstkritisch: "Ich bin gekommen, um die Situation in Tottenham zu verbessern. Aber vielleicht bin ich einfach nicht so gut. Ich versuche alles, aber die Situation verbessert sich einfach nicht."
Es folgen alarmierende Worte: "Alle reden über das Rennen um die Top 4. Nach den letzten fünf Spielen müssen wir aufpassen, nicht gegen den Abstieg zu kämpfen. Das ist die Wahrheit, vielleicht läuft etwas falsch."
Conte trat im November die Nachfolge von Nuno Espirito Santo an, der wiederum nur wenige Monate nach seinem Engagement gefeuert worden war. Tottenham hatte sich unter dem Italiener zunächst vielversprechend präsentiert, ist aber durch die jüngste Misere auf Ligarang acht abgerutscht.