Corona-Hammer! GANZ Österreich wieder Rot auf Ampel

Eine rote Ampel. Symbolbild
Eine rote Ampel. SymbolbildTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Auch Vorarlberg wurde bei der neusten Schaltung wieder auf die höchste Risiko-Farbe zurückgestuft. Sind die Öffnungen in der Modellregion in Gefahr?

Donnerstag ist Ampeltag – normalerweise. Aber was läuft in diesen Zeiten noch normal? Wohl wegen der Osterfeiertage gab es diese Woche schon früher eine neue Ampel-Entscheidung. Und die hat es in sich.

Die Experten-Kommission hat die Lage völlig neu eingeschätzt. Auch das letzte Bundesland, Vorarlberg, wurde nun wegen der Entwicklung des Infektionsgeschehens auf Rot gestuft. Damit leuchtet wieder die gesamte Republik in der grellen Warnfarbe.

Trotz Bedenken hatte die Kommission in der vergangenen Woche bei der Modellregion Ländle noch von einer Neueinstufung abgesehen. Das berichtet der ORF in Bezug auf die aktuelle Risikoeinschätzung.

Die weitaus aggressivere britische Corona-Mutation B.1.1.7 dominiert bereits das Infektionsgeschehen in Österreich. 84 Prozent aller Fälle sollen von ihr ausgelöst worden sein.

Als Grund für die Rot-Färbung wird die steigende Belastung des Gesundheitssystems genannt. Die Auslastung von Normal- und Intensivstationen steigt in ganz Österreich. Bis zum 30. März sind demnach 26,9 Prozent aller gemeldeten Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

In den kommenden Wochen soll die kritische Auslastungsgrenze von 33 Prozent in weiteren Bundesländern geknackt werden, so die ernüchternde Prognose.

In Oberösterreich soll es in spätestens zwei Wochen so sein. Die östlichen Bundesländer – Wien, Niederösterreich und das Burgenland – liegen bereits darüber und haben mit einem mittlerweile bis 11. April verlängerten Lockdown reagiert. Die Politik spricht bekanntlich von einer "Osterruhe".

Diese wird von der Ampel-Kommission auch wohlwollend aufgenommen. Die Experten appellieren an die Länderchefs und Behörden, dass nun Kontaktbeschränkungen und flächendeckende Testungen noch intensiviert werden sollten.

Auch Bundesländer, die eine 7-Tages-Inzidenz jenseits von 200 aufweisen, sollen dies tun, um eine dramatische Situation wie im Osten bei sich noch abzuwenden.

Und was heißt die Rot-Stufung nun für die Modellregion Vorarlberg? Vorerst einmal nicht viel, denn an die Ampel sind keine unmittelbaren Maßnahmen gekoppelt. Allerdings werden die Verantwortlichen ihr Öffnungsexperiment wohl noch einmal überdenken und eventuell gegensätzliche Schritte setzen müssen.

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