Bereits letzte Woche wurde am runden Tisch gestritten, das ist auch heute nicht anders: Einzelne Bezirke wehren sich, auf der Corona-Ampel auf Gelb geschaltet zu werden. Vor allem aus Linz kam heftige Kritik. Offenbar mit Erfolg. Wie "Heute" erfuhr, soll in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ebenso wie in Graz (Stmk.) wieder grüne Welle herrschen. Das würde die skurrile Situation bringen, dass trotz stetiger steigender Infektionszahlen ab morgen für weniger Österreicher "gelb" gelten würde.
➤ Brisant ist derzeit die Lage in Wien: Hier hat es in den letzten 24 Stunden fast 400 Neuinfektionen gegeben. Mit Spannung wird erwartet, welche Konsequenzen das für die Bundeshauptstadt hat. Ein Mitglied aus der Kommission vertraute "Heute" an, dass Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zum kollektiven Unverständnis orange für Wien blockiert. Und sonst so?
➤ Wiener Neustadt (NÖ): Hier dürfte klar sein, dass die Ampel von "grün" auf "gelb" geschaltet wird. Das bedeutet: Maskenpflicht in so gut wie in allen Geschäften wie auch im Freien, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Dasselbe gilt für Korneuburg.
➤ Freistadt (OÖ): Unter anderem aufgrund eines Clusters rund um die ALIF-Moschee wird die Ampel von "grün" auf "gelb" geschaltet. Gelb blinkt zudem Kirchdorf.
➤ Innsbruck (T): Die Tiroler Landeshauptstadt dürfte von "grün" auf "gelb" springen. Darauf stellt sich bereits Günther Platter (ÖVP) ein. Die damit einhergehenden Maßnahmen sollen trotz des derzeitgen Fehlens einer Verordnung freiwillig umgesetzt werden. Auch Reutte und Schwazdürfte dasselbe Schicksal ereilen. Kufstein bleibt gelb.
➤ Dornbirn (Vbg.): Die bevölkerungsreichste Gemeinde in Vorarlberg dürfte von "grün" auf "gelb" geschaltet werden.
Das letzte Wort ist freilich noch nicht gesprochen. Hinter den Kulissen wird wohl noch bis nach 18.00 Uhr um eine vernünftige Lösung gerungen.
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