Corona-Angst: Mehr Schulbusse schon ab Montag

In den übervollen Bussen sind die Abstandsregeln nicht einzuhalten.
In den übervollen Bussen sind die Abstandsregeln nicht einzuhalten.Picturedesk/Symbolfoto
Tagelang wurde disktuiert, zwischendring flogen auch die Fetzen. Aber zum Glück gibt's jetzt eine Lösung: Ab Montag werden mehr Schulbusse eingesetzt.

Es war DAS Thema seit Schulbeginn (14. September) in Oberösterreich: Die Busse, mit denen die Schüler in die Schule und wieder heimgefahren werden, sind komplett überfüllt, Kinder und Eltern in Angst vor Corona.

Eltern beschwerten sich, der zuständige Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) verwies auf den Bund.

Polit-Streit um die Schulbusse

SPÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer attackierte daraufhin Steinkellner: "Die aktuelle Situation ist für uns alle fordernd. Es gilt daher gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und nicht immer die Verantwortung weiterzuschieben. Anstatt alle Kräfte zum Wohle unserer Kinder zu mobilisieren, versteckt sich der Verkehrsreferent hinter der Bundesregierung. Es wirkt so, als hätte Steinkellner den Schulstart verschlafen", kritisierte sie.

Der freiheitliche Landesrat schlug zurück: ""Es sollte vor der eigenen Haustüre gekehrt werden anstatt sich mit inkompetenten Wortmeldungen in Themengebiete und Zuständigkeit einzumischen“, ließ er Gerstrofer via Aussendung ausrichten.

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Donnerstag gab's dann zum Glück doch eine konstruktuve Lösung des Problems: Das Land stellte 800.000 Euro zusätzlich zur Verfügung – damit mehr Busse fahren können und die Situation entschärft wird. „Die Gesundheit und Sicherheit aller Fahrgäste ist uns das oberste Anliegen. Im Zusammenhang mit COVID-19 schaffen wir Rahmenbedingungen, um eine Entlastung der punktuell sehr stark ausgelasteten Schulbusse bewerkstelligen zu können“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Landesrat Steinkellner.

Und ab Montag sind diese zusätzlichen Busse schon im Einsatz. "Auch wenn laut Bundesverordnung in den Öffis kein Abstand von einem Meter zu anderen Fahrgästen eingehalten werden muss, reagiert der OÖ-Verkehrsverbund nun in enger Abstimmung mit dem Land OÖ auf die stark ausgelasteten Regionalbusse im Schülerverkehr und bestellt bei den besonders betroffenen Linien entsprechende Verstärkerfahrten bei den Verkehrsunternehmen. Die ersten zusätzlichen Fahrten werden bereits am Montag, dem 28. September durchgeführt", so der Verkehrsverbund.

"Müssen auf ältere Fahrzeuge zurückgreifen"

Allerdings: „Die aktuelle Corona-Pandemie stellt uns alle vor sehr große Herausforderungen. Um nun auf den sehr stark ausgelasteten Schülerlinien Verstärkungsmaßnahmen umzusetzen, können wir die sonst im Linienverkehr in Oberösterreich angewandten Qualitätskriterien nicht erfüllen. Wir müssen auf teilweise ältere Fahrzeuge und Reisebusse zurückgreifen, die wir normalerweise im Linienverkehr nicht einsetzen würden. Aber außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, sagt Verkehrsverbund-Geschäftsführer Herbert Kubasta.

Hier werden Zusatzbusse eingesetzt

Eltern, Lehrer und Schüler finden alle Verstärkungen im Schülerverkehr (sobald diese fixiert sind) auf der Website des OÖVV unter diesem Link: www.ooevv.at/zusatzfahrten.

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