Schlechte Nachrichten für viele Sylt-Urlauber: Weil mehrere Mitarbeiter eines Restaurants positiv getestet wurden, droht den meisten Gästen Quarantäne. Jetzt wird das Öffnungskonzept der Tourismusregion kritisiert.
Vor allem über das Pfingstwochenende war die nordfriesische Insel Sylt gut besucht. Wenige Wochen nach der Wiedereröffnung muss der Gastwirt Gerhard Diehm sein Restaurant wieder schließen, berichtet "n-tv.de". Der Grund: Ein Mitarbeiter der Küche hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Auch im Restaurant Knurrhahn haben sich laut "Sylter Rundschau" mehrere Mitarbeiter infiziert. Insgesamt wurden sieben Angestellte der beiden Gaststätten positiv getestet.
Die Behörden haben allein 29 Kollegen in die Quarantäne geschickt. Auch 55 Gäste müssen sich vorsichtshalber isolieren. Ermittelt wurden daneben aber auch rund 1036 Kontaktpersonen. Es handelt sich dabei hauptsächlich Sylt-Urlauber, die in den beiden Restaurants zu Gast waren und von denen ein Großteil schon wieder abgereist ist.
Auf Sylt wurden am 1. Mai testweise Tourismusbetriebe geöffnet. Seit dem 17. Mai sind touristische Reisen im Rahmen der landesweiten Lockerungen wieder möglich. In der Gastronomie müssen sich die Beschäftigten alle drei Tage testen lassen. Auch Gäste dürfen Lokale und Hotels nur mit negativem Testergebnis besuchen.
Nun fragen sich Behörden und Politiker wie sicher die Vorsichtsmaßnahmen sind. "In Nordfriesland darf kein zweites Ischgl entstehen", warnte Landrat Florian Lorenzen. Bei Kontrollen wurden etwa zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen festgestellt. So hätten Kellner teilweise keine Masken getragen, die Mindestabstände und auch die Sperrstunde seien ignoriert worden.