Corona – erster Politiker aus Wien sagt den Sommer ab

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker
Gesundheitsstadtrat Peter HackerDenise Auer
Gesundheitsstadtrat Hacker beharrt wegen mangelnden Impfstoffs auf den Impfstopp zu Ostern. Die Folge: Viele Wiener würden um ihren Urlaub umfallen.

Am Ostersonntag und -montag hat in Wien nur die Impfstraße im Austria Center geöffnet. Die restlichen sind in "Osterruhe". Warum das so ist, darüber streiten Bund und Stadt:

Ein Fünftel der Impfdosen für Wien

Von den 327.900 Impfdosen, die diese Woche nach Österreich geliefert wurden, erhält Wien 21,5 Prozent – rund 70.000 Dosen. Ein Teil wird sofort verimpft, der Rest allerdings für den notwendigen zweiten Stich aufgehoben.

Hacker sieht Impfstoffmangel

Gesundheitsstadtrat Hacker bleibt bei seiner Kritik an der Regierung: Diese habe mehr Impfstoff versprochen als geliefert werden könne: "Das hat natürlich Auswirkungen. Viele Wiener werden nicht auf Urlaub fahren können. Daher brauchen wir nicht so schnell über einen 'Grünen Pass' diskutieren."

Ministerium kontert

Für Wien würden derzeit rund 30.000 Dosen im Großlager bereitliegen und könnten jederzeit bestellt werden. Insgesamt habe Wien noch 75.300 Impfdosen zur Verfügung, ließ das Gesundheitsministerium via Aussendung wissen.

283.300 Impfdosen im April

In den vier Wochen im April werden 51.100, 57.200, 77.000 und 98.000 Dosen erwartet. Rund 160.000 davon sollte Pfizer liefern, Astra Zeneca wiederum rund 87.000. Der Rest setzt sich aus Moderna und ersten Lieferungen von Johnson & Johnson zusammen.

11 Prozent der Wiener geimpft

11 Prozent der Bewohner der Bundeshauptstadt haben zumindest einen Stich erhalten, 4 Prozent schon beide.

Stadt korrigiert Impfziele

Statt 70 Prozent der impfbereiten Wiener werden laut Hacker bis Ende Juni wohl nur 60 Prozent ihr "Jaukerl" bekommen haben. Im April liegt der Schwerpunkt bei den über 75-Jährigen und der Gruppe 60+ mit Vorerkrankungen.

Wenig Verlass

Niederösterreich plant Impfungen nur drei bis fünf Wochen im Voraus. Da könne man sich auf die prognostizierten Liefermengen "halbwegs verlassen".

Ähnlich Oberösterreich: Impfzeitpunkte für einzelne Gruppen über die momentan möglichen Planungen hinaus zu nennen, sei "unseriös".

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