Welt

Corona-Explosion in Nordkorea – 270.000 Fieberfälle

Das Coronavirus scheint sich im isolierten Nordkorea ungebremst auszubreiten. Das könnte bald gravierende Auswirkungen auf das Gesundheitswesen haben.

Nikolaus Pichler
Teilen
Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn der Corona-Krise spitzt sich die pandemische Lage offenbar auch im Land von Kim Jong Un.
Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn der Corona-Krise spitzt sich die pandemische Lage offenbar auch im Land von Kim Jong Un.
AFP

Nach der Bestätigung erster Corona-Fälle in Nordkorea sind bei rund 270.000 weiteren Menschen Fiebersymptome festgestellt worden. Es habe zudem sechs weitere Todesfälle gegeben, berichteten die Staatsmedien am Dienstag. Sie ließen offen, wie viele sogenannter Fieber- und Sterbefälle nachweislich auf Covid-19 zurückgehen.

Doch gehen Experten davon aus, dass es sich zumeist um Corona-Infektionen handelt. Über nennenswerte Testkapazitäten für eine umfangreiche Erfassung von Fällen dürfte Nordkorea nicht verfügen, die Reaktion auf den Ausbruch beschränkt sich vor allem auf eine Isolation von Menschen mit Symptomen in speziellen Unterkünften.

Nach Angaben der Behörde für Virusbekämpfung sind seit Beginn der Ausbreitung eines Fiebers Ende April 56 Menschen gestorben und mehr als 1,48 Millionen erkrankt. Mindestens 663.910 Menschen seien noch immer in Quarantäne.

Pyongyang gegen Covax

Sollte Nordkorea den Ausbruch nicht schnell in den Griff bekommen, drohen dem Land nach Einschätzung von Experten gravierende Folgen. Das Gesundheitssystem gilt als rudimentär, die Bevölkerung als nahezu ungeimpft, der Ernährungszustand der 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner überdies als schlecht. Gegen eine Annahme der über das UNO-Beschaffungsprogramm Covax angebotenen Vakzine hat sich die Führung in Pyongyang bisher gesträubt. Ein solcher Schritt wäre mit internationalen Kontrollen verbunden.

Mehr als zwei Jahre lang hatte Nordkoreas Führung behauptet, das Land mit Erfolg vom Coronavirus abgeschirmt zu haben. Vergangene Woche räumte Nordkorea aber ein, dass eine nicht näher genannte Zahl von Menschen in der Hauptstadt Pyongyang positiv auf die besonders ansteckende Omikron-Variante des Virus getestet worden seien.

1/83
Gehe zur Galerie
    <strong>21.06.2024: "Mehr netto": So will Neos-Chefin unser Gehalt ändern</strong>. Beate Meinl-Reisinger ist wütend. Die Neos-Chefin will vernommen haben, dass SPÖ und ÖVP schon an Ministerlisten arbeiten. <a data-li-document-ref="120043667" href="https://www.heute.at/s/mehr-netto-so-will-neos-chefin-unser-gehalt-aendern-120043667">Der große "Heute"-Talk.</a>
    21.06.2024: "Mehr netto": So will Neos-Chefin unser Gehalt ändern. Beate Meinl-Reisinger ist wütend. Die Neos-Chefin will vernommen haben, dass SPÖ und ÖVP schon an Ministerlisten arbeiten. Der große "Heute"-Talk.
    Sabine Hertel