Corona-Fall bei Festspielen: Infizierter war K2-Person

Die Schauspieler Lars Eidinger (Jedermann) und Verena Altenberger (Buhlschaft)
Die Schauspieler Lars Eidinger (Jedermann) und Verena Altenberger (Buhlschaft)BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Empörung in Salzburg: Wie nun bekannt wurde, kam der infizierte Besucher bei der "Jedermann"-Premiere als K2-Kontaktperson angereist.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein Besucher der Premiere des "Jedermann bei den Salzburger Festspielen danach positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Betroffene war vollimmunisiert, hieß es in einer Aussendung. Die Veranstalter reagierten rasch und setzten das Contact Tracing um. Zudem wurde eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt, "Heute" berichtete.

Infizierter reiste aus Wien an

Wie die "Salzburger Nachrichten" nun berichten kam der infizierte Gast aus Wien angereist. Vor seiner Fahrt nach Salzburg war er als K2-Kontaktperson registriert worden. Das Büro des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) hatte dies gegenüber der Zeitung bestätigt.

Der infizierte Mann habe allerdings keinen Absonderungsbescheid gehabt und auch keine Bewegungseinschränkung, somit muss er mit keinen straf- oder verwaltungsstrafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Als K2-Person wird man jedoch dazu aufgefordert, soziale Kontakte, öffentliche Verkehrsmittel und Reisetätigkeiten zu reduzieren. Weiters wird empfohlen, Menschenmengen zu vermeiden.

Keine weiteren Ansteckungen bekannt

Lukas Crepaz, Kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele, zeigte sich gegenüber der "SN" entsetzt: "Wenn dem so wäre, dass jemand trotz Kontaktbeschränkung in die Veranstaltung gegangen ist, wäre das empörend. Er versicherte, dass jeder, der wegen Corona - egal ob Infektion, Reisebeschränkung oder als K1- oder K2-Person, nicht zu einer Vorstellung kommen könne, den Kaufpreis mit behördlicher Bestätigung rückerstattet bekomme.

"Zwei Personen aus dem näheren Umfeld des Festspielgastes würden nunmehr als Kontaktperson 1 geführt und daher abgesondert", heißt es in dem Bericht weiter. Die Daten von 44 Menschen, die ihre Sitzplätze im Umfeld der K2-Kontaktperson hatten, wurden an die Salzburger Gesundheitsbehörde weitergegeben. Bislang wurden keine weiteren Ansteckungen bekannt.

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