Corona-Hilfen über 100.000 Euro werden jetzt öffentlich

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch, 05. Mai 2021, während des Pressefoyers nach einem Ministerrat im Bundeskanzleramt in Wien.
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch, 05. Mai 2021, während des Pressefoyers nach einem Ministerrat im Bundeskanzleramt in Wien.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Viele Unternehmen benötigten in der Krise staatliche Finanzspritzen. Nun soll öffentlich gemacht werden, wer wie viel bekommen hat.

"Retten, überprüfen und dann rausinvestieren" – konstatiert Vizekanzler Werner Kogler das Motto der Bundesregierung in Bezug auf die Wirtschaftshilfen in Zeiten der Pandemie. Dabei soll aber alles transparent über die Bühne gehen – so gibt es auch die EU-Kommission nun vor.

Deshalb werden alle Unternehmen, die 2020 Corona-Finanzhilfe vom Staat in einer Höhe von mehr als 100.000 Euro erhalten haben, ab Donnerstag in der Förderdatenbank der EU veröffentlicht. Das kündigten Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bei ihrem Medienauftritt im Anschluss an den Ministerrat an. 

"Schneller als EU es fordert"

Dabei sollen die Gelder aus den einzelnen Maßnahmen – Umsatzersatz, Ausfallbonus, Fixkostenzuschuss, aber auch gewährte Garantien – aufsummiert werden. Insgesamt geht es laut Blümel um ein Fördervolumen von 6,7 Milliarden Euro, das nun in dieser Datenbank einsehbar sein wird.

Kogler betonte, dass Österreich die Umsetzung "schneller als es die EU fordert, aber auch umfangreicher" vorantreiben werde. Notwendig wäre die Veröffentlichung nämlich erst ein Jahr nach der Unterstützungszahlung.

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