In China wird Blut als Corona-Impfstoff getestet

Chinesische Behörden prüfen die Verwendung von Blutzellen als Impfstoff gegen das Corona-Virus. Erste Tests mit Menschen beginnen gerade.

In Zeiten wie diesen wird die maximale Kreativität der medizinischen Wissenschaft gefordert. Die Forschung zu einem Corona-Impfstoff läuft auf Hochtouren. Mehrere Labore weltweit arbeiten an der Entwicklung eines Impfstoffes. In China greift man zu unkonventionelleren Methoden. So soll Blut Infizierte retten können.

In den nächsten Wochen soll der Impfstoff "mRNA-1273" erstmals an Menschen getestet werden. Bei Mäusen zeigte sich eine Immunantwort. Es ist nicht das erste Mal, dass die Methode auf der Grundlage von RNA beruht. Gegen Tollwut griff man ebenfalls auf die Verwendung eines RNA-Impfstoffes zurück. Erbgut-Impfstoffe sind jedoch ein völlig neues Terrain und somit ist der Erfahrungshorizont noch dementsprechend gering ausgeprägt. Selbst bei einem beschleunigten Verfahren gibt es zudem strenge Auflagen zu beachten, bevor es zum flächendeckenden Einsatz eines Impfstoffes kommen kann. Sollte die Impfung von Erfolg gekrönt sein, würde das eine neue Ära für die Impfstoffgeschichte einleiten.

Erschwerende Faktoren für die Entwicklung eines sicheren Impfstoffes ergeben sich außerdem dadurch, dass die Abwehrstoffe gelegentlich nicht so reagieren wie sie es sollten und im schlimmsten Fall dem Virus den Eintritt in die Zellen noch erleichtern. Das würde erklären, warum die Krankheit bei manchen Infizierten milder und bei anderen schwerer verläuft. Die Behandlung erfolgt dann je nach Symptomatik.

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