Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler kündigten bei einer Pressekonferenz die größte Hilfsaktion für Österreicher nach dem Zweiten Weltkrieg an.
"In schlechten Zeiten muss der Staat helfen", so Sebastian Kurz. "Koste es, was es wolle", um österreichische Arbeitsplätze zu sichern. Daher wird es ein 38 Milliarden schweres Hilfspaket geben.
Bei den österreichischen Bürgern herrscht nämlich nicht nur die Angst vor dem Virus, sondern auch die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Es gelte nun alles dafür zu tun, um "massenhafte Arbeitslosigkeit" zu verhindern, so Kurz.
Nach dem ersten Hilfspaket mit 4 Milliarden Euro, welches bereits vergangene Woche beschlossen wurde, hat man nun das zweite Paket veröffentlicht. Dieses setzt sich folgendermaßen zusammen: Vier Milliarden Euro für Soforthilfe, wie bereits angekündigt. Hinzu kommen Neun Milliarden Euro für Garantien und Haftungen. Der Notfallfonds umfasst ganze 15 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch zehn Milliarden Euro an Steuerstundungen.
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) erklärte, dass es aktuell "zweifellos die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg" sei. Nicht nur für die Gesellschaft, sondern eben auch für die Wirtschaft. Die Finanzkrise ist schlimmer als jene aus dem Jahr 2008. "In so einer besonderen, dramatischen Situation braucht es auch dramatische und besondere Maßnahmen, um hier gegenzusteuern", so Kogler. Es trifft alle, von kleinen bis großen Unternehmen.
Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) sprach von "einer neuen Zeitrechnung". Priorität sei es, alles zu tun, um zu helfen. Was am Ende unter dem Strich herauskommt, wisse man nicht. Das sei aber auch nicht wichtig. "Entscheidend wird sein, wie viele Menschenleben wir gerettet haben, wie viele Arbeitsplätze wir gerettet haben und wie viele Unternehmen wir vor der Insolvenz bewahrt haben", so Blümel.
Kurz betonte zu Beginn aber auch, dass der Coronavirus das Wichtigste bedrohe, was wir haben: "Unsere Gesundheit". Deshalb bedankte er sich bei der Bevölkerung dafür, dass sie sich an die Anordnungen hält. Die Kurve der Infizierten würde nicht sofort abflachen. Und wenn die Zahl der Neuerkrankungen zurückgeht, dann heiße das nur, "dass wir weiterhin konsequent bleiben müssen".
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