So gefährlich ist Corona in der Schwangerschaft

Während immer noch viele Schwangere die Corona-Impfung fürchten, birgt eine Infektion eine weiter größere Gefahr für Mutter und Kind.
Während immer noch viele Schwangere die Corona-Impfung fürchten, birgt eine Infektion eine weiter größere Gefahr für Mutter und Kind.Getty Images
Immer noch ist die Angst vor der Corona-Impfung unter Schwangeren groß. Dabei warnen Frauenärzte eindringlich vor den Gefahren einer Corona-Infektion.

Seit Beginn der Pandemie nimmt die Infektionsrate bei Schwangeren zu. "Schwangere Frauen weisen häufiger einen schweren Krankheitsverlauf bei einer COVID-19-Erkrankung mit Lungenentzündung, stationärer sowie intensivmedizinischer Betreuung auf", sagt Gynäkologin Stephanie Springer vom Santé femme Institut für Frauengesundheit im Gespräch mit "Heute".

Es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt."

Insgesamt würden bis zu 5,7 Prozent aller wegen COVID-19 stationären Schwangeren intensivmedizinische Behandlung benötigen. Und noch ein großes Risiko birgt eine Infektion bei werdenden Müttern: "Bezüglich des Schwangerschaftsverlaufs besteht ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt", so die Medizinerin. Dieses liege bei 17 Prozent.  Ebenso werde eine erhöhtes Risiko für die Entstehung diverser Blutdruckveränderungen in der Schwangerschaft, sowie einer Mangelversorgung des Kindes wird ebenso vermutet.

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Die Gynäkologinnen Barbara Bodner-Adler und Stephanie Springer von Santé femme, dem Institut für Frauengesundheit im 8. Wiener Bezirk.
Die Gynäkologinnen Barbara Bodner-Adler und Stephanie Springer von Santé femme, dem Institut für Frauengesundheit im 8. Wiener Bezirk.Jolly Schwarz

Impfung ohne Risiko

"Aus diesem Grund sprechen sich diverse nationale und internationale Fachgesellschaften einheitlich dafür aus, Schwangeren die Impfung zu ermöglichen", sagt auch ihrer Kollegin Barbara Bodner-Adler aus dem Institut im 8. Wiener Bezirk.

Doch gebe es in Bezug auf die Impfung immer noch zahlreiche Ängste und Sorgen rund um das ungeborene Kind. "Es ist auch nachvollziehbar, denn natürlich will keine Frau, ihr ungeborenen Kind gefährden. Angst entsteht in diesem vulnerablen Kollektiv vor allem durch mangelnde Information und Aufklärung, Mythen und Gerüchte, aber eben auch durch die Sorge um das ungeborene Kind", erklärt Bodner-Adler.

"Die Entscheidung liegt schlussendlich bei der Patientin selbst."

Es sei nun die Aufgabe der behandelnden Ärztinnen und Ärzte ausreichend Informationen der Patientin zukommen zu lassen und sie nach bestem und aktuellsten Wissen zu beraten. "Die Entscheidung liegt aber dann schlussendlich bei der Patientin selbst."

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Wann eine Impfung nicht empfohlen wird

Allerdings sollte die Impfung nicht in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten durchgeführt werden, sondern auf Beginn des 2. Trimenons verschoben werden. "Das heißt ab der 14. Schwangerschaftswoche ist eine Impfung möglich", so Bodner-Adler.

Allerdings wird in Sonderfällen - zumindest vorerst - auch abgeraten. "Es können Kontraindikationen vorliegen, die eine Durchführung ausschließen oder zumindest erschweren." Bestehe beispielsweise eine akute Infektion, oder eine Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffes, oder Störungen des Immunsystems, so sollte vorerst von einer Impfung Abstand genommen werden und eine exakte Abklärung zuvor erfolgen.

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