Coronavirus

Corona-Infizierte werden in Wien nur selten überprüft

Das Coronavirus breitet sich in Wien weiter aus, über 3.000 aktive Fälle gibt es bereits. Ob Kranke aber auch daheim bleiben, wird kaum kontrolliert.
André Wilding
20.08.2021, 10:42

Die Delta-Variante ist in Österreich weiter auf dem Vormarsch. In den letzten 24 Stunden wurden mehr als 1.250 Corona-Fälle registriert, davon sind 327 auf die Bundeshauptstadt Wien zurückzuführen. Die Zahl der Fälle ist in den letzten Tagen dabei deutlich gestiegen.

Und auch die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich langsam zu. 85 Corona-Patienten mussten zuletzt in Wien in Spitälern aufgrund einer Infektion medizinisch behandelt werden, 16 kämpfen auf der Intensivstation um ihr Leben. Und die Zahl der Corona-Kranken in Kliniken und auf "Intensiv" nehmen weiter zu.

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450 geimpfte Wiener infiziert

Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) erklärt die steigenden Zahlen in der "Kronen Zeitung" mit der Delta-Variante, die weitaus aggressiver und ansteckender ist. Bedeutet: Personen, die nicht geimpft sind und sich infizieren, haben eine größere Chance, im Krankenhaus zu landen, als zuvor.

Allerdings müssen auch vollständig geimpfte Personen weiter vorsichtig sein, denn eine Impfung schützt zwar vor schweren Verläufen, aber nicht vor einer Ansteckung. Laut "Krone" sind aktuell rund 450 Wiener mit dem Virus infiziert, obwohl sie bereits zwei Stiche haben.

Jeder Fünfte Infizierte bekommt Besuch

Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, müssen sofort in Quarantäne – das gilt auch für Geimpfte! Doch nach Angaben der Tageszeitung brechen immer wieder Infizierte unerlaubt aus der Isolation aus. Denn es ist nur schwer zu kontrollieren, ob Betroffene auch wirklich zu Hause bleiben, schreibt die "Krone".

Nur jeder fünfte Kranke, der in Quarantäne ist, bekommt laut der Tageszeitung auch tatsächlich Besuch von der Behörde. Im Juni, November, Dezember 2020 wurden überhaupt nur neun Prozent der Bescheide überprüft, heißt es in dem Bericht weiter.