Nun werden langsam auch die finanziellen Schäden durch den Lockdown in der Corona-Krise sichtbar. Etwa für die Stadt Linz. Die muss jetzt nämlich tief in die Tasche greifen
"Ich rechnen mit einem Netto-Verlust von rund 80 Millionen Euro", sagt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gegenüber "Heute". Der Grund: In fast allen Geschäftsbereichen der Stadt mussten teilweise verheerende Einbußen hingenommen werden. Der Flughafen (drei Millionen Euro), die Seniorenheime (eine Million Euro) und die Museen (drei Millionen Euro) sind besonders betroffen.
Aber nicht nur das. Eigentlich zahlt die Linz AG Jahr für Jahr drei Millionen Euro als Sponsor für die Linzer Museen. Weil das Unternehmen wegen der Corona-Krise aber einen Gewinnrückgang (um die zehn Millionen Euro) zu verzeichnen haben wird, wird es das Geld heuer nicht geben. "Das ist verständlich. Deshalb wird die Stadt einspringen, denn die Museen müssten sonst zusperren", sagt Luger auf Nachfrage von "Heute".
Gleiches gilt für das Design Center. "Wir hatten seit Mitte Februar dort keine Veranstaltungen, das Haus steht defacto leer", so Luger. 1,1 Millionen Euro fehlen dem Design Center. Geld, das nun die Stadt Linz locker machen muss. Denn sonst hätte man das Design Center zusperren müssen.
Aber Luger ist sich sicher, dass Linz die zusätzlichen Belastungen stemmen wird können. "Unsere Liquidität ist gut, wir bekommen ausreichend Geld am Kapitalmarkt", ist er sich sicher. Begeleiten wird ihn - einen Wahlsieg 2021 vorausgesetzt - die Krise noch lange. "Es wird sieben Jahre dauern, bis wir alles wieder aufgeholt haben", ist Luger sicher.