"Haus des Meeres" kämpft ums Überleben

Die Corona-Krise stürzt den Wiener Aqua-Zoo in schwere Turbulenzen. Ohne Unterstützung durch Stadt oder Staat muss ein strenger Sparkurs gefahren werden.
"Den Tieren geht es gut, sie bekommen von der Krise nichts mit", beeilt sich "Haus des Meeres"-Direktor Michael Mitic zu betonen.

Die anhaltende, wegen der Corona-Krise erzwungene Schließung, setzt dem Aqua-Zoo immer mehr zu. Seit Mitte März blieben die Pforten dicht, "Heute" hat berichtet.

"Natürlich fehlt nun viel zur Deckung der monatlichen Kosten, denn die belaufen sich auf 422.000 Euro – und das nur wegen eines strengen Sparkurses inklusive Kurzarbeit. Aber zumindest kann damit die Grundversorgung, wie etwa die Tierpflege, Energie, Futter oder auch die technische Betreuung, sichergestellt werden", erzählt Mitic.

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Es gebe aber auch positive Neuigkeiten: "Es ist unglaublich, über 50.000 Euro an Spenden und Patenschaften sind seit der verordneten Schließung bereits eingegangen – das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet – herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben", so Mitic.

Kämpft mit seinem Aqua-Zoo ums Überleben: Direktor Michael Mitic



(Bild: Günther Hulla)

Das von der Bundesregierung in Aussicht gestellte "Licht am Ende des Tunnels" sieht man im "Haus des Meeres" aber nicht. "Es gibt bis dato weder von staatlicher, noch von Gemeindeseite konkrete Zusagen für Unterstützungen. Nicht einmal die Kurzarbeit ist bestätigt, lediglich, dass der Antrag eingelangt ist, Geld ist außer der Hilfe der vielen privaten Spendern bisher aber nicht geflossen", so Mitic, der sich mit dem Anruf an die Wiener wendet: "Bitte weiter machen!"



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