Corona-Mutation erreicht weitere Österreich-Nachbarn

Ein Patient auf einer Intensivstation.
Ein Patient auf einer Intensivstation.Getty Images/ Symbolbild
Die neue Corona-Mutation breitet sich immer weiter aus. Nun wurde sie in zwei weiteren Nachbarländern Österreichs entdeckt.

Wie "Heute" berichtete, wurde die neue Corona-Variante vor wenigen Tagen in einem Nachbarland Österreichs nachgewiesen. Die Mutation wurde bei einem Italiener entdeckt, der mit einer zweiten Person in den vergangenen Tagen von Großbritannien nach Rom zurückgekehrt war.

Die britische Coronavirus-Variante breitet sich in Europa offenbar rasend schnell aus. Denn mittlerweile sind Infektionsfälle der Mutation in weiteren Ländern bekannt geworden - und zwar erneut in zwei Nachbarländern Österreichs: Deutschland und Schweiz.

Vier Personen in Quarantäne

Nach Informationen der Behörden in Baden-Württemberg wurde die Mutation B.1.1.7 bei einer Frau entdeckt, die am Sonntag, dem 20. Dezember, aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war, um Angehörige zu besuchen. Ein bei allen Passagieren vorgenommener Schnelltest fiel bei der Frau positiv aus.

Die Frau wurde daraufhin von der Familie mit dem Auto am Flughafen abgeholt, sie hat milde Krankheitssymptome und befindet sich in Quarantäne. Drei enge Kontaktpersonen befinden sich ebenfalls in häuslicher Isolation. Laut der Nachrichtenagentur AFP erfolgte am Montag zur Diagnosesicherung ein PCR-Test, der ebenfalls positiv ausgefallen ist.

Die Abstrichprobe wurde an das zuständige Labor der Berliner Charité gesandt. Von dort erfolgte am Donnerstag, 24. Dezember, der Nachweis der Virusvariante B.1.1.7.

Mutation in zwei Proben entdeckt

Und auch in der Schweiz konnte das Virus inzwischen nachgewiesen werden. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Heiligabend in einer Mitteilung schreibt, wurde die betreffende Mutation in zwei Proben von positiv getesteten Personen gefunden. Diese betroffenen Personen haben einen Wohnsitz in Großbritannien und wurden in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Personen sind dem BAG namentlich bekannt, heißt es in der Mitteilung. Die Kantone, aus denen diese Proben stammen, wurden durch das BAG darauf aufmerksam gemacht, dass diese ansteckendere Variante allenfalls bei ihnen zirkulieren könnte. Um welche Kantone es sich handelt, gab das BAG nicht bekannt.

Das BAG geht davon aus, dass sich die positiv getesteten Personen in Isolation befinden. Ein Kanton hat dies für eine der beiden Personen bereits bestätigt. Deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Ein zweiter Kanton ist aktuell daran, die betroffene Person zu kontaktieren.

(Noch) Keine Fälle in Österreich

In Österreich ist die neue Corona-Mutation noch nicht festgestellt worden. "Es gibt bisher keinen Fund", erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwoch. Die Akademie der Wissenschaft und die Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES) würde aber "sehr stark Sequenzierungen durchführen". Zudem seien die Untersuchungen intensiviert worden.

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