Corona-Mutation schon in beinahe jedem 5. Wiener Test

11.1.2021, Messehalle Graz: Beginn der dauerhaften Bevölkerungstests in der Steiermark
11.1.2021, Messehalle Graz: Beginn der dauerhaften Bevölkerungstests in der SteiermarkErwin Scheriau / EXPA / picturedesk.com
Eine Stichprobe in Wien auf das Vorkommen der neuen Corona-Mutationen brachte ein erschütterndes Ergebnis: 17 Prozent wiesen Mutations-Anteil auf.

Die Zeichen stehen auf noch längeren und noch härteren Lockdown. Nach einem dringlichen Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz traten die geladenen Wissenschaftler und Mediziner Samstagvormittag vor die Presse. Dabei erklärte Oswald Wagner, Vizerektor für Klinische Angelegenheiten der MedUni Wien, dass jetzt ein viel strengerer Lockdown, ähnlich jenem im Frühjahr, notwendig wäre, um den immer noch kritischen Wert der 7-Tages-Inzidenz unter die gewünschte Marke von 50 zu drücken. Jetzt wieder aufzusperren könne fatale Folgen haben.

Einer der Gründe für die – trotz wochenlangem Lockdown – nicht zurückgehenden Neuinfektionszahlen könnte die Ausbreitung von viel infektiöseren Corona-Mutationen sein. Wie weit sich diese in Österreich ausgebreitet haben, ist noch unklar. Wie "Heute"-Recherchen zeigen, könnten die mutierten Varianten aber bereits um sich gegriffen haben.

17 Prozent mit Mutation infiziert

An der MedUni Wien wurden nun 83 positive PCR-Tests aus der Bundeshauptstadt einer speziellen Untersuchung unterzogen – in 17 Prozent wurde die noch infektiösere Virus-Mutation bereits nachgewiesen. Eine Voll-Sequenzierung der Proben läuft nun. Diese wird zusätzlich zeigen, ob es die britische (B.1.1.7.) oder die südafrikanische Variante ist – oder beides.

Mehr lesen: Alle Fakten zur Corona-Mutation B.1.1.7

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