Wien

Corona-Mutation in Wien angekommen – mehrere Cluster

Nach Berichten über mit der B117-Variante infizierte in Tirol und Bratislava hat die Mutation nun offenbar Wien erreicht.

Leo Stempfl
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Blick in ein Corona-Impfzentrum (Archivfoto).
Blick in ein Corona-Impfzentrum (Archivfoto).
Christophe Gateau / dpa / picturedesk.com

Die aus England stammende B117-Mutation des Coronavirus gilt als einiges ansteckender. In London bringt der rasante Anstieg solcher Fälle deswegen die Krankenhäuser teilweise zum Erliegen. Nun hat das veränderte Virus offenbar auch Österreich erreicht.

Bereits zu Mittag gab es Berichte darüber, dass in der Tiroler Gemeinde Jochberg (Bezirk Kitzbühel) in 17 Fällen der konkrete Verdacht auf die Coronavirus-Mutation vorliegt. 17 Skilehrer, die auf Ausbildung in Tirol waren, sollen es eingeschleppt haben.

Das habe eine Erstprüfung der AGES bestätigt. Nun soll diese auch bei mehreren Pflegeheim-Clustern in Wien nachgewiesen worden sein.

Ausbreitung in Wien?

Seit dem 5. Jänner haben sich 42 der 101 Bewohner eines der Heime mit Covid-19 infiziert. "Die meisten Bewohner weisen keine oder lediglich sehr geringe Symptome auf", so das betroffene Haus in einem ersten Statement.

Der Träger des Hauses wurde durch die plötzliche Häufung dennoch alarmiert und hat deswegen eine Sequenzierung der Abstriche durch die AGES veranlasst. Dabei konnte eine mutierte Variante des Coronavirus festgestellt werden. "In dem betroffenen Haus wurde ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt."

Jene Mutation sorgt aktuell in ganz Europa für Sorgenfalten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt deswegen einen harten Lockdown bis Ostern, in Österreich rechnet man bereits mit einer längeren Schließung der Schulen.