Corona-Patient reiste legal quer durch Österreich

Vom Flughafen Wien bis nach Telfs in Tirol ging seine Reise.
Vom Flughafen Wien bis nach Telfs in Tirol ging seine Reise.öbb
Obwohl der 25-Jährige kein Gesundheitsattest vorweisen konnte, durfte er einreisen. Trotz beabsichtigter Weiterreise ins weit entfernte Telfs (Tirol).

Es war alles legal, aber trotzdem fragt man sich… Ein Pakistani flog am 8. Juni via Doha mit "Qatar Airways" nach Wien. Bei der Ankunft am Flughafen wurde seine Temperatur gemessen. Der 25-Jährige, der einen Wohnsitz in Österreich hat, wirkte gesund. Allerdings hatte er kein gültiges Gesundheitsattest, das bei der Einreise derzeit zwingend notwendig ist. Also erklärte er sich bereit, eine 14-tägige Quarantäne anzutreten – an seinem Wohnsitz. Die Vorschriften waren erfüllt, der Mann konnte einreisen und zu seiner Gastfamilie fahren.

Die Gastfamilie lebt im Tiroler Telfs, 420 Kilometer Luftlinie entfernt. Also stieg der Mann um 17.30 Uhr am Wiener Hauptbahnhof in einen ÖBB-Railjet und fuhr 2. Klasse (mit Maske und Babyelefant) bis Innsbruck. Dort kam er um 21.45 Uhr an, wechselte um 21.59 Uhr in die S-Bahn nach Telfs. Um 22.27 Uhr war die Tour durch Österreich fertig, aber er fühlte sich nicht wohl. Am 14. Juni verlor er den Geschmackssinn.

Erster Corona-Test war negativ

Der 25-Jährige ließ sich testen, am 16. Juni lag das Ergebnis des Abstrichs vor: negativ, kein Virus. Sein Zustand verschlechterte sich. Die Hausärztin schickte ihn in die Innsbrucker Klinik, ein zweiter PCR-Test war prompt positiv. Der Mann liegt auf der Isolierstation, nun werden alle, die Kontakt gehabt haben könnten, gesucht. Seltsam, oder?

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