Corona-Paukenschlag in ZiB – alle neuen Regeln enthüllt

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der "ZIB 2"
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in der "ZIB 2"ORF 2
Jetzt also doch! Im Juni gibt's weitere Lockerungen in Österreich, sogar eine Woche früher als gedacht. "Heute" hat alle neuen Corona-Regeln >>

Nur 48 Stunden nach den Lockerungen vom 19. Juni stellte Bundeskanzler Sebastian Kurz weitere Öffnungsschritte in Aussicht. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein griff Samstag um kurz nach 7 Uhr zum Computer und twitterte seine Verwunderung über die Aussagen des Kanzlers. "Dieses einseitige Abgehen vom gemeinsamen Prozess kann nicht in unserem Interesse sein."

Und er setzte nach: "Mit mir gibt es keine Luftschlösser! Ich appelliere daher, nicht mit unkonkreten Ankündigungen die Bevölkerung zu verunsichern." Weiters fragte er sich, wer etwas von diesen Ankündigen habe. Töne, die im aktuellen Koalitionsklima als durchaus harsch aufgegriffen wurden.

Nur wenige Stunden später zeigte sich Tourismusministern Elisabeth Köstinger ihrerseits verwundert über die Aussagen des Gesundheitsministers. Sie kündigte an, mit ihm ein Gespräch zu führen. Bundeskanzler Kurz kommentierte die Aussagen naturgemäß nicht, denn er kritisiere keine Regierungskollegen. Zeitgleich kündigte er weitere Öffnungsschritte für den 17. Juni und erneut weitere Lockerungen für den 1. Juli an. 

Lockerungen schon am 10. Juni

Wenige Stunden später war dazu Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bei Martin Thür in der "ZIB 2" zu Gast. Mückstein hat auch vergangene Woche ein Abgehen von der FFP2-Maske in Erwägung gezogen. Vereinbart war dabei allerdings ein gemeinsames Vorgehen. Die Vorschläge des Kanzlers waren eben jene Schritte, die man sich zuvor ausgemacht habe. Mückstein hätte sich vor der Bekanntgabe mehr Absprache mit Landeshauptleuten, Opposition und seinem Ressort erwartet.

"Ich bin eher dafür dass wir die Maßnahmen schon mit 10. Juni starten", überrascht der Gesundheitsminister. "Ich habe einen gemeinsamen Prozess eingefordert und den fordere ich noch immer ein. Die Menschen müssen sich auskennen." Die Vorschläge, die nun publik gemacht wurden, seien in Ordnung. Die Maskenpflicht im Freien gelte ohnehin nur bei Veranstaltungen. Wenn dort die 3-Gs gegeben sind, könne hier auch die Maskenpflicht fallen, das fände er sehr in Ordnung.

Die neuen Corona-Regeln

➤ Outdoor-Maskenpflicht fällt am 10. Juni
➤ Indoor ist ein Umsteigen auf einfachen Mund-Nasen-Schutz möglich
➤ Babyelefant feiert im Gasthaus Comeback – nur noch 1 statt 2 Meter Abstand
➤ Sperrstunde soll auf Mitternacht ausgeweitet werden (derzeit 22.00 Uhr)
➤ Indoor dürften beim Wirten acht Erwachsene plus Kinder an einem Tisch Platz nehmen (aktuell vier)

Outdoor Maskenpflicht

Die Maskenpflicht outdoor soll also am 10. Juni schon fallen. "Indoor wird die Maskenpflicht in gewissen Bereichen, wie in der Schule, bleiben. Hier könne man auch bald schon auf normalen Mund-Nasen-Schutz umsteigen. "Natürlich bin ich dafür, dass wir alle wieder möglichst rasch zurück in unser altes Leben wollen."

"Ich hab nie frühere Öffnungsschritte ausgeschlossen", rechtfertigt sich Mückstein. Nur die verfrühte Ankündigung störe ihn etwas. "Das waren gute Vorschläge, die Vorschläge waren von uns." Mit 1. Juli könnten dann etwa auch wieder Hochzeiten möglich sein, kündigt der Minister an. Das wird aber noch im Rahmen des gemeinsamen Prozesses herausgearbeitet werden.

Außerdem: "Bis Ende Juni ist es möglich, (...) dass jeder Österreicher, der das will, geimpft wird", versichert Mückstein. Jetzt beginne man aber erst, die jungen Menschen durchzuimpfen. "Die Schulen müssen wir zu einem sicheren Ort machen." Am Freitag könne es auch zur EMA-Zulassung von Impfstoff für Kinder kommen.

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