Faßmann sagt, was jetzt auf die Schüler zukommt

Faßmann bei seiner Pressekonferenz im BG Zehnergasse, Wr. Neustadt.
Faßmann bei seiner Pressekonferenz im BG Zehnergasse, Wr. Neustadt.Screenshot
"Schulschluss ist ein guter Zeitpunkt zum Rück- und Ausblick", erklärt Bildungsminister Faßmann und sagt wie es im Herbst in der Schule weitergeht.

"Wir haben in der Zeit vieles versucht, die Schule gesundheitspolitisch abzusichern. Wir haben uns vom Bildungsministerium auch eingemischt, denn manches war mir ein klein wenig zu passiv", so Bildungsminister Heinz Faßmann im Rahmen seines Resumees in den Räumlichkeiten des BG Zehnergasse in Wiener Neustadt. Er sage das ohne Verbitterung, denn in der Pandemie müssten alle zusammenhalten.

Die Einführung der Nasenbohrer-Tests in allen Schulen sei ein "Kraftakt ersten Ranges", ein "Ritt über den Bodensee mit vielen Widerständen" gewesen. Am Ende sei man damit aber erfolgreich gewesen:

"Seit Anfang Februar sind die Schulen wieder und abgesehen von dieser kurzen Episode anlässlich von Ostern auch kontinuierlich", freut sich der Ressort-Chef. Durch den geregelten Schulalltag habe man den Kindern und Jugendlichen "Zeit- und Sinnstruktur" geben können. "Und das ist für die Psyche enorm wichtig".

Regeln für den Schulstart

Jetzt ist das Schuljahr bald vorbei, die Kinder werden – samt fünf Selbsttestkits – in die Ferien entlassen. Doch wie geht es danach weiter. Faßmann erklärt, dass für den Schulstart im Herbst das altbekannte Credo gilt: "So viel Normalität wie möglich, so viel Sicherheit wie nötig."

Das Semester startet mit einer Sicherheitsphase. Alle Schüler, Lehrkräfte und das Verwaltungspersonal müssen sich zu Schulbeginn testen, um infizierte Reiserückkehrer schnellstmöglich aus der Infektionskette zu ziehen.

Zusammen mit dem Gesundheitsministerium will Faßmann ein System auf die Beine stellen, das auf PCR- und Antigentestung basiert. Antigentests bringen unkomplizierte schnellere Ergebnisse, PCR-Tests sind deutlich aufwendiger, aber genauer.

Ob nach der Sicherheitsphase weiter getestet werden muss, hängt – ebenso wie das Tragen von Masken – von der Infektionslage ab.

Große Impfkampagne

Größere Schulstandorte werden den Gesundheitsbehörden gemeinsam mit den Schulärzten als Impfzentren angeboten. Zusätzlich will das Bildungsministerium die Aufklärung der Eltern und der Jugendlichen unterstützen, um ihnen bei ihrem Entscheidungsprozess zu helfen. Eine entsprechende Initiative wird auch gemeinsam mit den Repräsentanten der Religionsgemeinschaften umgesetzt.

Maskenpflicht

In puncto Maskenpflicht in der Schule gibt es noch keine Entscheidung: Zwei Drittel der Eltern würden das dauernde Maskentragen allerdings als Belastung für ihre Kinder empfinden, zitiert der Bildungsminister aus einer Studie. "Das verstehe ich auch, das nehme ich mit und wir diskutieren abermals mit dem Gesundheitsministerium, wann das Maskentragen dringend geboten ist."

Ob künftig Luftreiniger in die Schulen eingebaut werden, ist noch Gegenstand umfassender Debatten. Faßmann hofft, dass diese "zeitnah zu einem faktenbasierten Ergebnis kommen" werden. "Wir müssen überzeugt sein, dass es hilft, denn letztlich ist es eine teure Maßnahme."

Weitere konkrete Maßnahmen für den Schulstart will die Regierung erst im August bekanntgeben, da dann das Infektionsgeschehen besser abschätzbar sei.

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