Schulen und Corona – bleibt heuer keiner sitzen?

Die Sessel in den Schulen bleiben auch im Mai leer.
Die Sessel in den Schulen bleiben auch im Mai leer.Bild: picturedesk.com/APA
Schule neu, geschafft die Woche zwei: Eltern und Schüler müssen noch länger durchhalten. Vor Mai wird nicht mehr aufgesperrt. Der Bildungsminister verspricht aber, dass alle ihren Abschluss machen können.
Wann findet die Zentralmatura statt?

Ob die Zentralmatura wirklich am 19. Mai starten kann, ist nicht fix. Minister Faßmann will darüber "nach Ostern" informieren. Der Start hänge auch von Entscheidungen des Corona-Krisenstabs und der "Regierungsspitze" ab.

Bleibt heuer kein Schüler sitzen?

"Das Schulrecht lässt bei der Leistungsbeurteilung einen großen Spielraum. Die Lehrerinnen und Lehrer werden diesen mit Herz und Hirn nutzen", sagt Faßmann. Schülerinnen und Schülern soll bei der Notengebung kein Nachteil erwachsen.

Muss ich weiter Ganztagesschulbeiträge zahlen?

Eltern mit Kindern in öffentlichen Ganztagesschulen und Schülerheimen müssen ab April keine Beiträge entrichten – bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Normalbetrieb wiederhergestellt sein wird.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Was ist mit Schulskikursen, Landschulwochen und Co.?

Es wird ein fast 13 Millionen Euro schwerer Härtefall-Fonds eingerichtet. Der gilt für geplante mehrtägige Schulveranstaltungen im Zeitraum von 11. März bis Ende des Schuljahres. Für diese übernimmt der Staat die Stornokosten. Betroffen: rund 11.800 Klassen.

Wann gibt es an Unis wieder Normalbetrieb?

Auch an den Unis gibt es wohl bis Ende April keinen Regelbetrieb. Ein "neutrales Semester" soll dafür sorgen, dass Studenten ihre Beihilfe auch bei Nichteinhaltung der Mindeststudiendauer erhalten. Prüfungen sollen stattfinden, "Massen-Lehrveranstaltungen" nicht.



Schulen bleiben bis Mai zu



"Ich höre immer öfter: Bringt die Schule zurück." Das sagte Bildungsminister Faßmann am Montag. Die schlechte (?) Nachricht für Eltern, Schüler und Lehrer: Daraus wird vorerst nichts. Denn in den Schulen wird nicht nur bis nach den Osterferien, sondern zumindest bis Ende April nicht unterrichtet.

"Wir werden die Lehrer bitten, Lern- und Arbeitspakete für diesen Zeitraum zusammenzustellen", so Faßmann. Wie der Unterricht per "Distance Learning" bis dahin gestaltet wird, obliegt den Schulen. Heißt: Die Lehrerinnen und Lehrer vor Ort entscheiden, ob sie neuen Stoff durchmachen oder bestehenden vertiefen. "Denn sie haben es am besten im Gefühl, was geht und was nicht." Jedenfalls vermeiden wolle man eine Überforderung von Schülern und Eltern, betonte der Minister. "Meine Bitte an alle Beteiligten: Die Corona-Krise ist nicht die Zeit, schulischen Leistungsdruck zu Hause zu entfalten."

Auch wenn das "Corona-Semester" kein normales sei, werde man Wege finden müssen, "das Ende des Schuljahrs gut über die Runden zu bringen". Alle Schüler sollen ihren Abschluss unter "fairen Bedingungen" machen können. ÖGB und AK fordern indes einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit bei betreuungspflichtigen Kindern bis zum Restart des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten.



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