Corona-Tests bald auch beim Hausarzt?

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1450 ist maßlos überlastet. "Ohne Testungen bei den Hausärzten wird es im Herbst und Winter nicht gehen", so Allgemeinmediziner Wolfgang Mückstein.

Kaum ein Tag vergeht ohne Berichte über skandalös lange Wartezeiten auf einen Corona-Test beziehungsweise das Ergebnis eines solchen. Angefangen von stundenlangen Wartezeiten und hunderte Meter langen Schlangen vor den Teststationen bis hin zu tagelangem Warten auf positive oder negative Bescheide. All das zeigt, wie überfordert die Gesundheitshotline 1450 und das Rote Kreuz mit der Situation im Herbst sind.

Die Grippesaison vor Augen fordern Allgemeinmediziner und Ärztekammer nun, dass zukünftig auch Hausärzte in ihren Ordinationen Corona-Tests machen dürfen sollen. So würde das bestehende System massiv entlastet werden. Die dafür notwendigen Schutzvorrichtungen seien bereits vorhanden, heißt es.

Nun liegt es an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Im "Standard"-Interview sprach sich dieser bereits für diese Lösung aus, er werde nächste Woche den entsprechenden Antrag im Nationalrat einbringen. Die Kosten werde der Bund übernehmen. Allerdings sei auch ein zweiter Raum oder spezielle Ordinationszeiten notwendig, so Allgemeinmediziner Wolfgang Mückstein von der Gruppenpraxis Medizin Mariahilf. Denn: "Ohne Testungen bei den Hausärzten wird es im Herbst und Winter nicht gehen".

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