Corona-Wunder – Zahlen halbiert, 6.738 neue Fälle

Die Situation in den Intensivstationen bleibt angespannt, aber erstmals gibt es einen Lichtblick.
Die Situation in den Intensivstationen bleibt angespannt, aber erstmals gibt es einen Lichtblick.Waltraud Grubitzsch / dpa / picturedesk.com
Ist das die Wende, auf die wir alle gewartet haben? Nach zwei Wochen Lockdown haben sich die Neuinfektionen fast halbiert. Es gibt 6.738 neue Fälle.

Endlich aufatmen, wenngleich auch sehr vorsichtig. Am Freitag melden die Ministerin in Österreich 6.738 Corona-Neuinfektionen innerhalb der jüngsten 24 Stunden. Es gleicht einem kleinen Corona-Wunder: Nach zuletzt explodierenden Fallzahlen mit immer neuen Rekorden geht es nun steil abwärts. Zum Vergleich: Am gestrigen Donnerstag waren es noch 8.882 Neuinfektionen in 24 Stunden, am Freitag vor einer Woche gar 12.245 Neuinfektionen österreichweit.

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Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn an anderen Fronten sieht es nicht so positiv aus. So werden am Freitag wieder 68 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona an nur einem Tag gemeldet, außerdem sind die Spitalszahlen weiter (viel zu) hoch. Auf den Normalstationen müssen weiter 2.537 Patienten mit Corona-Symptomen behandelt werden (-67 im Vergleich zum Vortag), auf Intensivstationen steigt die Zahl der Schwerkranken gar auf 643 (+6) an.

Neuinfektionen und Tote in den Bundesländern

Burgenland: 152 Neuinfektionen und 3 Tote
Kärnten: 804 Neuinfektionen und 8 Tote
Niederösterreich: 1.275 Neuinfektionen und 14 Tote
Oberösterreich: 1.391 Neuinfektionen und 8 Tote
Salzburg: 374 Neuinfektionen und 9 Tote
Steiermark: 449 Neuinfektionen und 6 Tote
Tirol: 775 Neuinfektionen und 9 Tote
Vorarlberg: 603 Neuinfektionen und 3 Tote
Wien: 915 Neuinfektionen und 8 Tote

400.321 Corona-Tests wurden in den jüngsten 24 Stunden durchgeführt, davon 328.676 PCR- und 71.645 Antigentestungen. 13.498 ehemals Infizierte sind innerhalb eines Tages genesen, 120.031 aktuell in Quarantäne.

Verhandlungen zur Impfpflicht laufen weiter

Nach dem Impfgipfel am Dienstag laufen die Verhandlungen zur allgemeinen Impfpflicht in Österreich weiter. Verfassungsministerin Karoline Edtstadler und Grünen-Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein trommelten noch am Donnerstag die Oppositionsparteien zusammen. Das Ziel: Ein Konsens bei der gesetzlichen Ausgestaltung der Impfpflicht. "Die Ergebnisse der Gespräche dieser Woche werden in den Gesetzesvorschlag einfließen", so Edtstadler (ÖVP).

Als einzige Partei nicht an Bord dabei sind die Blauen. "Auch der FPÖ wurde ein Austausch angeboten, den diese aber abgelehnt hat. Das Angebot ist selbstverständlich weiter aufrecht, falls die FPÖ sich nachträglich doch anders entscheiden sollte", heißt es aus den beiden Ministerien. Am Freitag geht es in die nächste Gesprächsrunde. Vier weitere Sitzungen sind geplant. Zuerst sind die Sozialpartner ins Bundeskanzleramt am Ballhausplatz geladen.

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