Dass die Zahl der Neuinfektionen weiterhin viel zu hoch ist, ist unbestritten. Nachdem vergangene Woche beinahe die Zehntausender-Marke geknackt wurde, waren es am Wochenende nur mehr etwa halb so viele. Doch an den freien Tagen lassen sich weniger Personen testen.
Gleichzeitig treffen sich Menschen hauptsächlich am Wochenende, die Symptome – und damit der Coronatest – folgen jedoch erst einige Tage darauf. Die heutigen Zahlen sind also keinesfalls ein "Freifahrtsschein". Insgesamt wurden 26.232 in den letzten 24 Stunden getestet.
Bei den Bundesländern war zuletzt Oberösterreich Vorreiter. Am Montag wird Niederösterreich kanpp vorbeigezogen sein, hier wurden etwas über 1.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Oberösterreich 917. Die restlichen positiven Tests verteilen sich wie folgt auf die restlichen Bundesländer.
Burgenland: 223
Kärnten: 182
Niederösterreich: 1.038
Oberösterreich: 917
Salzburg: 468
Steiermark: 417
Tirol: 578
Vorarlberg: 329
Wien: 505
Mit heutigem Stand (16. November 2020, 09:30 Uhr) gab es in Österreich 208.613 positive Testergebnisse.
Derzeit befinden sich 4.297 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 612 der Erkrankten auf Intensivstationen.
Laut Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hinkt Österreich bei der Bekämpfung der Pandemie deutlich hinterher. Im Siebentagesschnitt hat man Frankreich überholt und ist nun global gesehen trauriger Spitzenreiter. Das zeigt, dass die Verschärfungen Anfang November nur wenig Wirkung gezeigt haben.
Der Betrieb des Dashboards des Gesundheitsministeriums erfolgt durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und ist unter der URL covid19-dashboard.ages.at abrufbar. Das Dashboard bezieht seine Daten ausschließlich aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS) und wird einmal täglich, um 14:00 Uhr, aktualisiert. EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz, diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.