Coronavirus

Corona-Zahlen steigen weiter – mehr als 7.000 Fälle 

7.093 Corona-Neuinfektionen meldeten die Behörden am Donnerstag. Aktuell steigen die Zahlen wieder. Ein Peak könnte noch diesen Sommer bevorstehen. 

Nikolaus Pichler
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Die Corona-Zahlen befinden sich aktuell wieder im Steiglfug. 
Die Corona-Zahlen befinden sich aktuell wieder im Steiglfug. 
Starpix / picturedesk.com

Die Corona-Zahlen schießen weiter in die Höhe. 7.093 Neuinfektionen kamen österreichweit in den vergangenen 24 Stunden hinzu. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab. Damit sind die Zahlen im Vergleich zum Vortag weiter angestiegen

18.720 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 500 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 31 auf Intensivstationen.

GECKO-Experten legen Bericht vor

Die GECKO-Kommission hat in ihrem am Mittwoch vorgelegten neuen "Executive Report" auf den vom Corona-Prognose-Konsortium erwarteten Infektions-Anstieg verwiesen. "Die Prognose geht von einem weiteren Anstieg der Fallzahlen aus. Dieselbe Entwicklung wird auch bei den Belagszahlen der Normal- und der Intensivstationen prognostiziert", heißt es im der APA vorliegenden Report. Ein Peak der Fallzahlen ist demnach im August oder September möglich.

Im GECKO-Bericht wird insbesondere auf die Omikron-Subvariante BA.5 verwiesen, die derzeit in Portugal eine Welle verursacht. "In Österreich sehen wir eine nahezu wöchentliche Verdoppelung der Anteile von BA.5/BA.4 bei den Neuinfektionen", heißt es dazu im Report. In der Kalenderwoche 23 wurde (über das Sentinelsystem der AGES) zuletzt ein Anteil von 35.9 Prozent für BA.4/5 ermittelt - in der Woche davor lag der Anteil noch bei 18,4 Prozent. Auch verweist der Report darauf, dass sich die Omikron-Subvariante "mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit" auf die Effektivität bestehender Antikörpertherapien auswirken dürfte.

Top-Experte hat neue Simulation erstellt

Zur weiteren Entwicklung in Österreich stellte Simulationsforscher Niki Popper in der Kommission laut Bericht Szenarien zum Immunitätsverlauf bis Jahresende 2022 vor. In allen angenommenen realistischen Szenarien (es handelt sich dabei ausdrücklich um keine Prognose, Anm.) würden Infektionswellen entstehen, "die wiederum zu neuerlicher Immunisierung (und damit Peaks) führen".

Bei einem "BA.2 Szenario" könnten bis zu 350.000 Fälle (15-25 Prozent) verhindert werden, sofern 50 Prozent aller Grundimmunisierten eine weitere Auffrischungsimpfung erhalten, so der Report. Mithilfe von zusätzlichen Auffrischungsimpfungen würde sich die Maximalauslastung im Spitalsbelag stärker reduzieren lassen, teilweise um ca. 25 Prozent.

Die steigenden Infektionszahlen lassen sich nun auch von der Corona-Ampel ablesen. Drei Bundesländer sind wieder in den Bereich des mittleren Risikos abgerutscht. Es handelt sich dabei um Wien, Salzburg und Vorarlberg, die von der zuständigen Kommission mit gelb bewertet wurden, da ihre Risikozahl über 25 gestiegen ist. Die übrigen Länder bleiben im grün-gelben Bereich des geringen Risikos.

Sonstige Empfehlungen sind diese Woche ausgeblieben. Denn der Beschluss über die Farbgebung fiel in der Feiertagswoche per Umlauf. Zu beachten ist, dass seit vergangener Woche die Risikozahl anders zusammengestellt wird, womit es schwieriger wird, in ungünstigere Farbzonen zu rutschen. Dabei geht es vor allem um einen Omikron-Abschlag und darum, dass geringe Testzahlen bzw. damit verbunden höhere Positivraten keinen Einfluss mehr auf die Farbgebung haben.

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