Coronakrise trifft nun auch Ruefa - massiver Jobabbau

100 von den 600 Mitarbeitern wurden vor kurzem beim AMS zur Kündigung angemeldet.
100 von den 600 Mitarbeitern wurden vor kurzem beim AMS zur Kündigung angemeldet.Ernst Weingartner / picturedesk.com
Österreichs größter Tourismuskonzern plant aufgrund der "herausfordernden Gesamtsituation" einen größeren Personalabbau.

Die Pandemie belastet die Wirtschaft enorm. Immer mehr Unternehmen und Betriebe müssen massiv Personal abbauen und sogar die Insolvenz anmelden. Nun trifft es auch Österreichs größten Tourismuskonzern, die Verkehrsbüro Gruppe. Die mehr als 100 Ruefa-Reisebüros beschäftigen etwa 600 Mitarbeiter. 100 davon wurden vor kurzem beim AMS zur Kündigung angemeldet. 

Im Ö1-Mittagsjournal äußerte sich am Dienstag Sprecherin Andrea Hansal dazu. Die Zahl der zur Kündigung angemeldeten Mitarbeiter konnte sie zwar nicht bestätigen, allerdings sagte sie, einen Personalabbau würde es schon geben. "Die Zahl selbst kann ich so nicht bestätigen." 

 "Es wird aufgrund der weiterhin sehr herausfordernden Gesamtsituation für die Reisebranche auch bei uns zu Maßnahmen kommen müssen - und da ist leider auch ein Personalabbau angedacht", so die Worte der Sprecherin. 

Gründe für Abbau

Die Gründe "sind ganz plausibel und liegen auf der Hand", führte Hansal weiter aus. Seit mittlerweile einem Jahr sei das Thema Reisen nur noch extrem schwer beziehungsweise fast nicht mehr möglich. "Das hat uns im Jahr 2020 einen Umsatzverlust von über 70 Prozent gebracht", sagte die Sprecherin weiter.

Für große Unternehmen forderte Hansal zusätzliche Hilfen. Die großen Firmen würden nämlich aufgrund der Deckelung um sehr viel Förderung umfallen. "Hier braucht es definitiv Sonderlösungen", so Hansal.

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