Das solltest du jetzt im Eiskasten haben

Das Coronavirus hat nun auch Österreich erreicht. In Tirol sind zwei Italiener infiziert. Was jetzt zu tun ist.
In Österreich liegen die ersten beiden bestätigten Coronavirus-Fälle vor. Zwei 24-jährige Personen aus Italien seien infiziert. Die Betroffenen haben leichtes Fieber und sind derzeit in der Innsbrucker Klinik isoliert, "Heute" berichtete.

Österreichische Behörden gründlich vorbereitet



Laut Gesundheitsministerium sind die österreichischen Behörden auf den ersten bestätigten Fall gründlich vorbereitet. "So werden adäquate Maßnahmen getroffen, die sich einerseits auf die Verhinderung der Ausbreitung des Virus und andererseits auf die gesundheitliche Versorgung der oder des Betroffenen beziehen, wie etwa Isolation, Kontaktpersonennachverfolgung und gegebenenfalls Quarantäne", erklärt Oliver Gumhold gegenüber "Heute".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

Auch Innenministerium bewertet die Lage stündlich und steht in Kontakt mit ausländischen Behörden. Franz Lang, der Leiter des Einsatzstabs im Innenministerium, hat bereits im "ZIB2"-Interview Vorratskäufe empfohlen. Diese Empfehlung sei nicht neu, denn auch bei anderen Katastrophen, wie Erdbeben, Hochwasser, Lawinen oder Stromausfällen sollte man gewappnet sein.

Spar: "Unsere Lager sind voll"



Ein Versorgungsengpass ist bei österreichischen Supermärkten vorerst nicht zu befürchten. Bei Spar ist man etwa bestens vorbereitet. "Unsere Lager sind voll. Hamsterkäufen haben wir derzeit noch nicht beobachtet", sagt Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann.

Vom Österreichischen Zivilschutzverband gibt es eine eigene Broschüre zur richtigen Bevorratung. Eine Person benötigt für 14 Tage Gesamtmenge von 4,5 kg Getreideprodukten, 2 kg Fisch und Fleisch, 0,5 kg Öl, 4,5 kg Milchprodukte, 6 kg Obst und Gemüse sowie 21 Liter Wasser.



Weiters verweist der Zivilschutzverband auf die wichtigsten Hygieneartikel (Zahnbürste, Seifen, Zahnpasta, Putzmittel, Binden, Tampons, Toilettenpapier, Haarshampoo und Taschentücher), die sich immer im Haus befinden sollten, sowie Medikamente und Verbandszeug.

"Bevorratung ist eine individuelle Sache"



Wie Wolfgang Kastel vom Wiener Zivilschutzverband erklärt, betrifft Bevorratung aber nicht nur in Katastrophenfällen zu: "Auch wenn ich einen Liegegips trage oder an der Grippe erkrankt bin, kann ich für mehrere Tage das Haus nicht verlassen und sollte für diese Situation gerüstet sein."



Weiters betont der Geschäftsführer, dass die Bevorratung auch eine individuelle Sache ist: "Wenn etwa Kleinkinder im Haus leben oder man an bestimmten Krankheiten leidet, wird man auf andere Dinge Rücksicht nehmen. Auch die Essgewohnheiten sind unterschiedlich. Die Angaben in der Broschüre dienen als Richtwert und kann jeder individuell für sich auslegen", so Kastel.

Laut seinen Einschätzungen ist das Sicherheitsbewusstsein in Österreich sehr hoch. Zudem sind wir in Österreich mit dem Trinkwasser gut versorgt.

Nav-Account heute.at Time| Akt:
NewsÖsterreichKrankheitVirusInnenministeriumCoronavirus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen